TIL: Medienbildung nur bei (mittel-)gutem Wetter. 🌤️

Gestern Abend bin ich für einen Medienelternabend an einer Grundschule gut 40 Minuten ins Umland gefahren. Ging um #Mediennutzung von Kindern, #TikTok, Strategien für Eltern.

Als ich ankam hat es in Strömen geregnet. Resultat: von 120 Eltern waren zwei (in Worten: zwei!) da. Obwohl doch immerhin 10-12 Anmeldungen da waren (was auch noch echt wenig ist).
Kann man Medienbildung nur bei gutem Wetter erfolgreich anbieten? Ach so, zu heiß darf es natürlich auch nicht sein, bei 36 Grad kommt auch keiner. Medienbildung also nur bei (mittel-)gutem Wetter.

Ihr merkt: Bin frustriert.

#Medienkompetenz #FediEltern #FediLZ #Medienbildung #Sachsen #SächsischeSchweiz

@ksmedienbildung Da haben wir gerade neulich erst darüber geredet, wie man Eltern besser erreichen kann... und dann das.
@DresdnerForschungswerk Uff, wir können deinen Frust sehr gut nachvollziehen 😑. Das Wetter gehört wohl zu den Faktoren auf die wir keinen Einfluss haben. Zum Glück gibt es aber auch andere Stellschrauben, an denen wir drehen können! 🤝

@DresdnerForschungswerk nachvollziehbar.

Ich halte Freiwilligkeit da inzwischen für keinen zielführenden Weg, um Eltern zu erreichen.
Es ist ja kein Orchideenthema, das sich einfach aus dem eigenen Leben und dem der Kinder raushalten lässt. Es ist ein Thema, dem man ausgesetzt ist und das bei Unkenntnis enormen Schaden anrichten kann.

Die fehlende Verbindlichkeit a la "irgendwer wird schon da sein, es fällt nicht auf wenn ich wegbleibe" macht das Ausweichen dann nochmal einfacher.

@Aubrieta

Bin ich ganz bei Dir ...in meinem Kopf firmiert das bereits zum verpflichtenden Elternführerschein...

@DresdnerForschungswerk

@Aubrieta Tja, ich fürchte, da können Kitas/Schulen nichts machen, meines Wissens können die die Eltern dazu nicht verpflichten.

Aber in meinem Kopf kann es halt auch wirklich nicht an mangelnder Relevanz des Themas liegen - das betrifft doch wirklich absolut alle Eltern! Und ich bekomme oft gespiegelt, dass es schwierig ist, sich zu informieren, weil man nicht weiß, wo man überhaupt anfangen soll. Ein solcher Elternabend wäre doch die perfekte Gelegenheit...

@DresdnerForschungswerk meiner Erfahrung nach sehen Leute das als "Problem anderer Menschen". Sie selbst würden nie auf etwas hereinfallen oder sich manipulieren lassen.
Die Hybris erweitert sich dann schnell auf die eigenen Kinder.

/sarkasmus
Manche Dinge passieren halt immer nur anderen, weiß man ja 🤷 /sarkasmusEnde

@Aubrieta Zu dem Thema habe ich tatsächlich meine Magisterarbeit geschrieben  , nennt sich "Third-Person-Effekt". Er besagt, dass wir eine Wahrnehmungsverzerrung dahingehend haben, dass wir der Meinung sind, negative Medienwirkungen betreffen andere, aber nicht uns. Dass das mathematisch irgendwie nicht aufgeht, wenn das alle denken, ändert daran offenbar nichts.
@Aubrieta Es gibt übrigens auch den "First-Person-Effekt", wenn es um positive Wirkungen/Lernen geht. Wir lernen viel eher was aus den Medien als andere, der Effekt dreht sich einmal um 🤷‍♀️
@DresdnerForschungswerk das glaub ich gerne.
Wobei ich "lernen" in dem Kontext nicht wie sonst stark überwiegend positiv konnotiere.
@Aubrieta Ist aber in den Studien i.d.R. so gemeint, also z.B. lerne ich *natürlich* mehr über den Klimawandel aus Berichterstattung darüber als die anderen Menschen. Sowas ist damit gemeint.