Heute vor 100 Jahren wurde der Schriftsteller Siegfried Lenz geboren.
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Als sein wichtigstes Werk gilt der Roman „Deutschstunde“ (1968), über den Sohn eines Dorfpolizisten, der in der NS-Zeit von seinem Vater angestiftet wird, einen expressionistischen Maler zu überwachen.
Wie viele seiner Romane spielt die „Deutschstunde“ in Norddeutschland. Lenz selbst stammte aus dem ostpreußischen Masuren. Nach dem Notabitur wurde er zur Kriegsmarine eingezogen und trat als 18-Jähriger der NSDAP bei.
Er desertierte jedoch kurz vor Kriegsende und geriet in englische Kriegsgefangenschaft. Nach der Entlassung studierte er Literaturwissenschaft, Philosophie und Anglistik und arbeitete nebenher als Journalist.
Als 1951 sein erster Roman „Es waren Habichte in der Luft“ erschien, kündigte er und unternahm eine Kenia-Reise. Aus dieser entstand die Erzählung „Lukas, sanftmütiger Knecht“, in der unter anderem der Mau-Mau-Aufstand verarbeitet ist.