Spätestens seit den jüngsten Veröffentlichungen des US-Justizministeriums ist bekannt, dass Jeffrey Epstein Verbindungen zu prominenten Persönlichkeiten aus allen politischen Lagern unterhielt.
Epsteins Netzwerk zeichnete sich dabei nicht nur durch eine patriarchale, sondern – wie Melinda Cooper argumentiert – vor allem durch eine fratriarchale (brüderliche) Dimension aus.
Epstein schuf ein solches fratriarchales System, indem er anderen Männern Zugang zu den Körpern junger Frauen und Mädchen verschaffte und sie gewissermaßen mit ihnen „teilte“.
Diese Praxis fungierte als soziales Bindemittel: Sie schweißte die Beteiligten zusammen und erzeugte gegenseitige Komplizenschaft.
„Es ist kein Wunder, dass Jeffrey Epstein und Harvey Weinstein befreundet waren. Ebenso wenig, dass Männer aus allen politischen Lagern reihenweise bei Epstein um Rat nachfragten, als sie im Zuge von #MeToo mit Vorwürfen sexueller Übergriffe konfrontiert wurden.“
👉 Warum das „System Epstein“ nicht die Ausnahmeerscheinung ist, für die es viele halten, analysiert Melinda Cooper auf https://zeitschrift-luxemburg.de/artikel/epstein-family-values/.
Das System Epstein

Die milliardenschweren Patriarchen der extremen Rechten in den USA sehen sich als die Gebieter einer neuen Herr-Knecht-Ökonomie

Zeitschrift Luxemburg