Jeder (Self-)Hoster kennt diesen Moment:
Update klicken, kurz die Luft anhalten und hoffen, dass nicht wieder PHP, Datenbank oder Desktop-Client beschließen, heute kreativ zu werden.
Nach Jahren mit Nextcloud habe ich 2026 für meinen eigenen Usecase die Reißleine gezogen. Nicht aus Dogmatismus. Sondern weil digitale Souveränität für mich am besten funktioniert, wenn Infrastruktur wieder ein bisschen langweilig wird.
Darum bin ich bei #OpenCloud gelandet.
Schlanker, fokussierter, weniger bewegliche Teile. Kein PHP. Keine Datenbank. Go-basiert, unter 200 MB RAM im Idle. Auf K3s mit ZFS-Snapshots dahinter läuft das sehr viel näher an „funktioniert“ als an „braucht Aufmerksamkeit“.
Und dahinter steckt das Team von #mailbox.org,  #Heinlein Support. Kein US-Risikokapital, kein Exit-Druck. Keine fragwürdige Eigentümerstruktur. Einfach Leute, die seit 30 Jahren für datenschutzkonforme Infrastruktur in Deutschland kämpfen. Das ist kein Zufall, das ist eine Entscheidung.
Der schönste Nebeneffekt:
OpenCloud wurde bei mir quasi nebenbei zur souveränen E-Book-Bibliothek. DRM-freie EPUBs auf dem Boox Go 7, ohne Amazon-Ökosystem, ohne Plattform-Lock-in, ohne das übliche „wir kennen deinen Geschmack besser als du selbst“.
Amazon weiß sehr genau, was du liest, wann du liest, wie schnell du liest und wo du aufgehört hast. Das ist keine Paranoia. Das steht in deren  AGB.
Genau da wird digitale Souveränität sehr konkret:
nicht als politische Folie, sondern als gelebter Alltag.
Eigene Dateien - eigene Infrastruktur - eigene Regeln - eigene Verantwortung.
Wie der Umzug lief, wo die kleinen HTTPS-/Traefik-Fallen lagen und warum weniger Komplexität manchmal der eigentliche Fortschritt ist:

🔗 https://www.pandolin.io/warum-ich-2026-zu-opencloud-gewechselt-bin/

One person. One homelab. One less excuse. :-)
#Fediverse #DigitaleSouveränität #SelfHosting #Homelab #OpenSource #Nextcloud #K3s #Privacy #EBooks #Linux #Ubuntu #BigTechAlternatives

@pandolin

hmm interessant..

hatte ich noch nicht in Betracht gezogen.

habe aber auch noch kein (Negativ-) Erfahrungen mit NC gemacht.

@oschonrock Versteh mich nicht falsch. Ich finde das großartig was Nextcloud gerade tut. Und die gemeinsame Initiative mit Ionos. Es ist so wichtig, dass es hier technisch ausgereifte Alternativen zu den Hyperscalern gibt. Vielfalt ist wichtig. Wenn ich ein Breitschwert brauche nehme ich NextCloud. Wenn ich ein Skalpell will, dann OpenCloud.

@pandolin

Deine Erfahrung in Ehren, aber..

Polemisch ausgedrückt..:

Ich habe 20+Jahre Erfahrung mit anderen PHP+Mysql Systemen und eigentlich nie Probleme gehabt. Langsam ist das auch nicht unbedingt.

Außerdem, bin ich mir nicht 100% sicher dass Datei Metadaten direkt im Dateisystem besser aufgehoben sind.

K3s? Wofür nur? Das ist "micro-service Komplexität" ohne Grund. Das neue "Antipattern".

Und ein "Apples und Bananas" Vergleich in Funktionalität hilft auch nicht?

@oschonrock Hab Erbarmen mit mir armen Vertriebler, ich bin nur jemand, der versucht sich hier ein paar Skills anzueignen. :-) K3s ist nur mein Homelab, damit ich zu dem Thema was lerne. Ansonsten Faire Punkte, und ich widerspreche dir bei den meisten gar nicht. PHP+MySQL ist bewährt und performant, keine Frage. Metadaten im Dateisystem vs. Datenbank ist so wie ich das sehe eine Architekturdebatte, kein Qualitätsurteil. Beides hat Trade-offs. Und K3s ist wie gesagt mein persönliches Setup, nicht die Voraussetzung für OpenCloud, da reicht ein einzelner Docker-Container reicht. Der Skalpell-Vergleich war zugegebenermaßen zugespitzt. Was ich meine: Für mich persönlich passt OpenCloud besser weil es weniger mitbringt, weniger braucht und weniger kaputt gehen kann. Das ist mein Geschmack, mein Szenario, gar kein Urteil über Nextcloud.
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