Lettland: Sprache lernen oder Ausweisung riskieren

Lettland erwartet von der russischen Minderheit, dass sie Lettisch lernt. Wer mehrmals durch eine Prüfung fällt, riskiert die Ausweisung. Für viele Russen ist das ein mühsamer Prozess - ohne Alternative. Von V. Dobralskaya und C. Blenker.

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Lettland: Sprache lernen oder Ausweisung riskieren

Lettland erwartet von der russischen Minderheit, dass sie Lettisch lernt. Wer mehrmals durch eine Prüfung fällt, riskiert die Ausweisung. Für viele Russen ist das ein mühsamer Prozess - ohne Alternative.

tagesschau.de

@tagesschau

Wenn’s gegen Russen geht, ist das offenbar okay.

🤮

@Saupreiss Lettland macht es richtig.

@txtx

Sonst geht es noch?

Ich sehe, es wird sehr variabel, wenn es nur gegen die gefühlt richtigen geht.

Widerlich.

@Saupreiss @txtx
Tatsächlich besteht ein Unterschied zwischen Leuten, die verfolgt werden und Schutz suchen und Leuten, deren Heimatland dafür sorgt, dass andere Menschen verfolgt werden und deswegen Schutz suchen müssen.

@logorok

Alle, die dafür kollektiv in Haftung genommen werden möchten, was „ihr“ Land alles so treibt, bitte einmal die Hände hoch.

@txtx

@Saupreiss @txtx

Es geht um das Erlernen der Landessprache. Die Definition von "kollektiv in Haftung genommen werden" ist offenbar sehr vielfältig.

Da kann ich aber nicht mitreden, da ich sowieso die Sprache eines Landes lernen würde, in dem ich lebe.

In dem Artikel wird ein Mann als Beispiel genommen, der mit 20 nach Lettland eingereist ist und es fünfzig Jahre lang nicht versucht oder geschafft hat, die Landessprache zu lernen. Das ist nicht zu vergleichen mit Leuten die hier bei uns Schutz suchen.

@logorok

1.) Es geht nicht um Schutz suchende. Die Leute leben dort, in der Tat seit langer Zeit. Die Ansiedlung war sicherlich nicht in guter Absicjt, aber sie sind da.
2.) Es war jahrzehntelang schlicht eine Koexistenz. Es bestand kein wirklicher Druck, die Landessprache zu erlernen, da Russisch ohnehin universell verstanden wurde.

Ich kann durchaus verstehen, warum man das jetzt anders möchte. Die Mittel kann ich nicht gut heißen.

@txtx

@Saupreiss @txtx

Ja, es geht nicht um Schutzsuchende. Es geht um Angehörige eines Landes, dass Lettland jahrzehntelang besetzt hatte, und dessen Präsident keinen Hehl draus macht dass er das wieder so haben will

Das ist schon ein Unterschied zu den Türken hier.

@logorok

Es geht da um Menschen, die da überwiegend bereits sehr lange leben, überwiegend nicht in der ersten Generation.

@txtx

@Saupreiss @txtx
Korrekt. Sehr lange da leben ohne die Landessprache zu lernen. Genau das ist der Punkt.

@logorok @Saupreiss @txtx

Sehr lange in der Gewissheit dort leben dass sie zur Besatzungsmacht gehören, die immernoch den Anspruch hat etwas anderes, besseres zu sein als die Lettische Bevölkerung, die wiederum eine berechtigte Angst davor hat, dass diese Typen wieder mit russischer Unterstützung die Macht übernehmen.

Das Einbürgerungsverfahren ist inzwischen deutlich vereinfacht, was auch gut ist - knapp die Hälfte der ehemaligen Nichtbürger hat in der Zwischenzeit die Russische Staatsbürgerschaft angenommen - sich also aktiv dafür entschieden zu einem Land zu gehören, dass offensiv Besitzansprüche gegenüber Lettland erhebt.
Das Lettland vermeiden will, dass Putin sie wenn er Kapazitäten hat genauso überfällt wie die Ukraine um seine Bürger zu retten - ist verständlich!

@lofjoh

Die Angst der Bevölkerung verstehe ich, die gewählten Mittel deshalb aber noch lange nicht.

Ich würde auch verneinen, dort hingezogenen Russen sind in eigenem Verständnis universell als Besatzer hingekommen.

Die Besatzung endete 1990, mithin vor 36 Jahren - grob ein halbes Leben.

@logorok @txtx