Lettland: Sprache lernen oder Ausweisung riskieren

Lettland erwartet von der russischen Minderheit, dass sie Lettisch lernt. Wer mehrmals durch eine Prüfung fällt, riskiert die Ausweisung. Für viele Russen ist das ein mühsamer Prozess - ohne Alternative. Von V. Dobralskaya und C. Blenker.

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Lettland: Sprache lernen oder Ausweisung riskieren

Lettland erwartet von der russischen Minderheit, dass sie Lettisch lernt. Wer mehrmals durch eine Prüfung fällt, riskiert die Ausweisung. Für viele Russen ist das ein mühsamer Prozess - ohne Alternative.

tagesschau.de

@tagesschau Ich kann es verstehen. Das ist in gewisser Weise Selbstverteidigung gegen einen übermächtigen Feind, der sie jahrzehntelang besetzt hielt und jetzt schon wieder bedroht.

Es ist ja auch nicht so, dass ihne Russisch verboten werden würde.
Es wird lediglich erwartet, dass sie zusätzliche die Landessprache lernen.

Ja, das ist ein zweischneidiges Schwert.
Aber es ist hier auch eine besondere Situation.

@thoralf wild sowas über siedeln einfach mit Israel Fahne im Namen zu sagen
@karl Ich verstehe den Satz nicht.
@thoralf ich habe angemerkt, dass es komisch ist, solche Aussagen über "siedeln" zu machen, während man die Flagge eines Staates im Namen trägt, welcher jetzt gerade weitere Siedlungen aufbaut und Leute vertreibt, neben all den anderen Verbrechen.

@karl Ich habe gar nichts von "siedeln" gesagt.

Zur Israel-Flagge gibt es ein Statement von mir:
https://soc.umrath.net/@thoralf/116220365707766628

@thoralf okay sorry, hab mich verlesen, ich dachte es wär besiedelt aber ist besetzt. Ändert aber nichts, die besetzen ja auch jetzt gerade mehrere Gebiete illegal also...
@thoralf zu der Israel Flagge, mir geht's auch nicht um Netanyahu, das hat ja schon vor ihm angefangen...

@karl Es tut mir leid. Ich kann deinen Ausführungen einfach nicht folgen.

Es wäre hilfreich, nicht irgendwie Halbsätze aneinander zu reihen und zu hoffen, dass das Gegenüber den Rest deiner Gedanken schon irgendwie erschließen kann.

Wie gesagt: Ich habe mich im Kontext von Israel weder zu siedeln noch zu besetzen geäußert.

@thoralf Dein Satz war "Selbstverteidigung gegen einen übermächtigen Feind, der sie jahrzehntelang besetzt hielt". Sowas zu sagen mit Israel-Fahne im Namen ist komisch weil es praktisch genau Israel beschreibt. Verstehst du es jetzt?

@karl Der Vergleich hinkt auf beiden Beinen, da Lettland Russland niemals vorher angegriffen, nicht einmal bedroht hat, während palästinensiche Terrororganisationen das mit Israel aber seit Jahrzehnten tun und auch die Vernichtung des Landes zum Ziel haben.

Also von daher: Jetzt kann ich verstehen, was du ausdrücken willst - halte es aber für vollkommen unzutreffend.

@thoralf Israel war also da und hat friedlich vor sich hin existiert und dann kamen die bösen Palästinenser und haben sie angegriffen? Kennst du die Nakba?

@karl Die Geschichte von Israel scheint dir nicht bekannt zu sein, oder?

Wer hat Israel am ersten Tage seiner Existenz angegriffen?

@thoralf du springst etwas zu weit in die Zukunft. Vor und während der Staatsgründung mussten ja erstmal 700000 Palästinenser vertrieben werden.

Nächste Frage, wie kann ein so junger Staat sich gegen mehrere Länder verteidigen? Hatten die etwa Hilfe vom Westen weil es ein koloniales Projekt ist?

@karl Oh, also stellst du das Existenzrecht von Israel grundsätzlich in Frage?

@thoralf ich stelle nicht in Frage, dass jüdische Menschen selbstbestimmt dort und überall leben können. Ich mag Siedlerkolonialismus und Apartheidstaaten eher nicht, no border no nation und so, bin halt so ein Linker

Inwiefern stellt die Nakba denn eigentlich das Existenzrecht in Frage? Wäre das etwa moralisch falsch wenn es wahr wäre mit der Vertreibung und dem Kolonialismus mit dem Westen?

@karl Nun, für mich klingt es aber so.
Die Juden brauchen einen eigenen Staat, da sie - und das lehrt nunmal eine jahrhundertelange Geschichte - ansonsten immer und immer wieder die Opfer von Antisemitismus werden.

Ich denke, wir werden hier nicht zusammen kommen, da ich zwar die Idee von "no border, no nation" für sehr interessant - aber vollkommen utopisch halte und ich mich eher in der realen Welt aufhalte.

Und in dieser Realität braucht es einen Staat Israel.

@thoralf Also die brauchten einen Staat und deshalb ist die Nakba okay und die hätten sich nicht wehren dürfen?

Jahrhunderte... Bevor der Antisemitismus in den zwanzigern so zunahm, in Europa, war die Lösung die under Juden am verbreitetsten war Sozialismus. Erst eine Gleichstellung aller würde sie befreien. Zionismus war vor Allem unter Christen beliebt.

Ich finde es auch komisch zu sagen Juden können nicht mit anderen in Frieden leben. Da gibts ja auch schöne gegenbeispiel, zum Beispiel in Palästina...

Ich würd dir Ilan Pappé empfehlen, ein israelischer Historiker, oder das Buch von Rashid Khalidi zum Thema

@karl Wie gesagt: Wir kommen hier nicht zusammen.

Ich sehe die Nakba als Folge des Angriffs der arabischen Staaten.

Ich finde es es auch durchaus interessant, dass immer auf Israel eingehackt wird, während die Annektion des östlichen Palästina durch Jordanien keinerlei Kritik erfährt.

@thoralf Sorry, wie können sie etwas angreifen was noch nicht existiert?

Du hast halt keine Jordanien Flagge im Namen...

@karl Ich sehe Jordanien auch nicht als bedroht an.

@thoralf nochmal, also vor der Nakba gab es Israel ja nicht. Wie kann es also eine Folge von einem Angriff auf Israel sein?

Israel siehst du aber als bedroht an? Du glaubst der Iran hat morgen 10 Nukes und löscht Israel aus?!

@karl Israel ist bereits mehrfach von multiplen Staaten angegriffen worden.
Der Iran hat die Vernichtung Israels als Ziel.
Die Hamas hat die Vernichtung von Israel als Ziel.

Wie kann man auf die Idee kommen, dass Israel da nicht bedroht wäre?

Und ja, die Nakba sehe ich als Folge, nicht als Ursache.