RE: https://fnordon.de/@mspro/116220787879922501

warum gab es nicht ein einziges interview mit olaf scholz vor der wahl mit folgenden fragen:

"herr scholz, sie verstehen schon, dass die cumex-vorgänge ein zwielichtigen eindruck hinterlassen. wie gedenken sie, das vertrauen wieder herzustellen?"

"herr scholz, nochmal: wie sollen die bürger*innen dieses landes ihr steuergeld in ihre hände geben, wenn sie im verdacht stehen …"

"nochmal zum tod von achidi john. bleiben sie dabei, dass es ihnen nicht leid tut, seinen tot verursacht zu haben?"

das wären die fragen, die ich gehabt hätte. das wären die fragen, die wichtig gewesen wären. das wären die fragen gewesen, über die die republik hätte sprechen sollen.

sie wurden nicht gestellt. warum?

wenn man es als journalist*in einmal geschafft hat, einen zukünftigen bundeskanzler zu interviewen, dann wird man nichts tun, was diesen access wieder gefährdet. die angst betrifft nicht nur den konkreten kontakt, dazu addiert sich die angst, dass kein politiker noch mehr mit dir sprechen will.

@mspro Die Fragen wurden gestellt, z.B. von Thilo Jung. Leider macht man es Politikern (wie von Trump tausendfach ausgenutzt) viel zu einfach, Fragen nicht zu beantworten. Zum journalistischen Ehrenkodex sollte gehören, keine neuen Fragen zu stellen, bis die vorhergehende befriedigend beantwortet wurde. #medienversagen