Was vor Jahren "unter der Hand" von Kongressen berichtet wurde

"informiert euch nicht über SocialMedia und Blogs über Autismus und ADHS - die sind alle nicht diagnostiziert"

wird heute OFFEN im Radio, TV und Zeitungen breit getreten.

#Autismus #ADHS

1/9

Fachleute schreiben Bücher darüber, gilt btw. auch für Depression etc pp.

Die Selbsthilfe soll / muss diskreditiert werden.

So grundsätzlich.

Da wird nicht differenziert.

Inhalte werden in Bausch und Bogen verurteilt, OHNE konkrete Bezüge zu einzelnen Personen zu nehmen.

2/9

Und ja, auf diese Weise findet hier auch ein Kulturkampf statt, wie er an anderer Stelle / zu anderen Themen längst etabliert ist.

Gibt es einzelne Accounts, die ziemlichen Quark erzählen?

Durchaus.

Wird dieser speziell angegriffen?

Nein.

3/9

Lieber wird diskutiert, dass 80% aller vorstellig werdenden Personen gar nicht autistisch wären und kein ADHS vorläge.

Was NICHT dargestellt wird, welche Diagnosen stattdessen gestellt werden.

#Autismus und #ADHS ist Differentialdiagnostik.

4/9

Wenn es einen erhöhten Zulauf von Menschen gibt, die Probleme haben und nach diversen Selbsttests zu dem Entschluss kommen, dass eine Diagnostik für sie wichtig ist, dann hat eine erhöhte Menge Menschen ja tatsächliche Probleme im Alltag, die sie stark belasten.

5/9

@AnitaWorks9698 Vor allem tut das ja auch so, als würden Leute morgens aufstehen, in die direkt nebenan befindliche Psychiatriepraxis gehen, da direkt eine Arzt vorstellig werden, der dann feststellt „Sie bilden sich das ja nur ein“. Dabei ist ja allein die Mühe, bis man zu dem Arzt vordringt so groß, da kann man wohl ausschließen dass das nur eine Laune ist, mal kurz ne Diagnose zu wollen.
@AnitaWorks9698 Aber ich durfte letztens auch mit einer Psychologin diskutieren, dass der sehr geringe Anteil der psychisch Erkrankten, der überhaupt Hilfe erhält (derzeit etwa 20%) bestimmt nicht daran liegt, dass es zu wenig Plätze gibt. Denn schließlich könne man ja einfach privat die Therapie zahlen. JA DAS HAT DIE SO GESAGT!
@700Sachen Wie unangenehm. Bin an einem Therapieplatz bei einer Therapeutin interessiert aufgrund ihrer Ausbildungen UND dass ihr Mitarbeiter sagte, sie mache keinen Unterschied zwischen Kassenklient*innen oder Selbstzahler*innen @AnitaWorks9698
@somlu1968 Das war natürlich eine *ohne* Kassensitz. Aber das war halt im Rahmen der Ausbildung für Mentale Ersthilfe, wo es ja eigentlich darum geht, genau für die schwierige Gesamtsituation zu sensibilisieren. 😤@AnitaWorks9698
@700Sachen okay, kann sein, auf jeden Fall kann sie mit gesetzliche KK abrechnen. Ich habe als Selbstzahlerin nachgefragt. @AnitaWorks9698

@700Sachen Ah, okay, hab ich ersts falsch gelesen.

Ja, es ist schwierig,. Meine langjährige Therapie (lesbische Therapeutin mit tiefenpsychologisch fundierter Körpertherapie (was in Dtl. nicht anerkannt ist) habe ich auch selbst bezahlt und wenn ich mir die Gruppe ansah, die ich dort besucht habe, war das fehlen jeder Diversität (bis auf das queere) sehr deutlich. Alles sehr großbürgerliche Leute, weiß, cis, deutsch, Hat mich dann immer mehr gestört.

@AnitaWorks9698

@700Sachen Diese Gruppe wurde von zwei Therapeut*innen angeleitet. Als ich am Ende meiner Zeit dort mal erwähnte, was mich diese Gruppe im Jahr zum Schluss gekostet hat, fiel der Therapeut aus allen Wolken, weil der übersehen hatte, dass ich immer von Köln angereist bin. Diesen blinden Fleck bei ihm empfand ich als symptomatisch. @AnitaWorks9698