Ich möchte mit euch eine Erfolgsgeschichte teilen.

Viele fragen sich: Lohnt es sich heutzutage noch, Coden zu lernen?
Und die Antwort ist: Wenn du das schon fragst, dann hast du wahrscheinlich die falschen Beweggründe.

Scheinwerfer hier einmal auf meine Frau.

Vor einigen Jahren hat sie mal in Softwareentwicklung reingeschnuppert, weil sie schon immer mal ausprobieren wollte, aber immer dachte jede Programmiersprache würde aussehen wie Assembler.

Als sie gemerkt hat, dass das NICHT so ist, hat sie sich mehr mit Python und JavaScript beschäftigt. Aber das war nur so nebenbei, immer mal kurze Zeit, also nicht wirklich dran geblieben. Auf der Arbeit kleine Scripte für Excel und CAD geschrieben.

Ihr wisst ja wie viel Bock man nach der Arbeit hat.

Dann hab ich sie immer mehr dazu ermutigt einfach ihren Chef zu fragen, ob sie nicht was kleines internes fürs Team entwickeln kann, da sie einfach großes Interesse daran hat, ihr Job aber was komplett anderes ist.

Ihr Chef war außerdem so der Softwareentwickler für das Team.
Ewig lang hat sie sich nicht getraut.
Irgendwann hat sie gefragt und ohne Zögern und Diskussion hat sie sogar Schulungen bekommen für verschiedene Felder, etc.

Ihre erste kleine Interne App hat sie dann stark mit Hilfe von Windows Copilot versucht zu entwickeln. Ihr kamen schnell wieder der Syntax und alles andere Wichtige, was sie vorher mal gelernt hat, wieder rein.

Aber JETZT kommt der Knackpunkt:
Nach 1 Woche mit Co-Pilot hat sie im Home Office mal da gesessen, mich mittendrin einfach angeschaut und gesagt: "Ey. Ich lern einfach GAR NIX und hab keinen Plan was da passiert."

Ein weiteres Problem:
Die Firma nutzt für solche Projekte Angular und sie hat sich sofort da reingeworfen.

Dann hat sie einen Entschluss gefasst:
Scheiß auf Copilot. Scheiß auf Angular.

Sie hat ihr Projekt weggeworfen und komplett von vorne angefangen.
HTML, CSS, JS. Alles native.
Dazu ein Spring Boot Backend für die Datenbank.
Alles selbst hochgezogen.

Und heilige Scheiße hat die da einen Leap nach vorne gemacht. Massivst. Ich würde sagen, das Projekt hat sie locker ins dritte Lehrjahr für Anwendungsentwickler gehoben.
Sie ist so selbstbewusst in dem Thema geworden, hat keine Angst mehr neues auszuprobieren und Cehler zu machen.

Und Copilot? Staubt meistens ein und wird nur für manche Syntaxprobleme angefragt. Was ja okay ist.

Sie hat das nicht fürs Geld gemacht. Sie hat das gemacht, weil sie es wollte. Weil ihr das Coden Spaß macht.

Nicht, weil sie unbedingt einen Job mit viel Geld verfolgen will.

Also, lohnt es sich noch heutzutage coden zu lernen?
Natürlich - wenn du Bock drauf hast, das auch wirklich zu lernen und nicht nur die nächste Vibe Slop App auf den Markt wichsen willst, sondern ein Handwerk erlenen willst.

Ich bin übrigens so unendlich stolz auf sie 🥹
@webfussel das kannst du auch sein und ich kann mir noch eine gehörige Scheibe davon abschneiden. Ich wär gern mehr wie sie.
@svenja Dafür ist es nie zu spät.
Selbstbewusstsein heißt ja nicht sich in allem immer überlegen zu fühlen, sondern zu wissen was man kann und was man nicht kann. Und darüber sollte man regelmäßig mal ernst nachdenken. Oft erkennt man: "Eigentlich bin ich darin ja echt gut." und jedes dieser Erkenntnisse bringt einen vorwärts
@webfussel wenn ich sowas denn überhaupt erkennen würde...Daran scheiterts schon.