@larsweisbrod

Ganz tolle Podcast-Folge. Konnte viel mitnehmen und fand die traute Verständigkeit bei dem Thema sehr heimelig.

Nur einen anderen Denkanstoß zu der Frage des "Verlustes der Kindheit". Da bin ich für die heutigen Generationen nämlich doch anderer Meinung, trotz Internet und neuen Medien. Warum? Als Kinder der 80er und 90er wuchsen wir ständig in der Medienwelt der Erwachsenen auf, im linearen Fernsehen flimmerten immer Erwachsenenfilme und Serien über den Bildschirm ...

@larsweisbrod

... um 20:15 Uhr wurde sich um die Tagesschau versammelt. Überall, ja überall lagen Zeitungen und Zeitschriften herum. Ich kann mich noch erinnern, wie ich mit 10 den Spiegel meines Opas genommen habe und eine Reportage über Fixer in Hamburg gelesen habe. Heutzutage sind Kinder medial viel kontrollierter und in einer Kinderwelt gefangen. Selbst Kindermedien sind aktuell nicht einmal mehr so "erwachsen" wie ein Momo damals. Wir haben doch alle auch die Erinnerungen an ...

@larsweisbrod

"Wo der Wind weht" oder "Watership Down". Heute ist Alles pädagogisch korrekt und harmlos und die Kinder viel mehr in einer Kinderwelt. Früher war "Der Krieg" in Erzählungen auch viel präsenter, heute ist es eine ferne Geschichte aus der Geschichte, die Urgroßeltern tot. Social Media setzt da ja wirklich spät an. YouTube liefert für Kinder ja auch nur Minecraft und billig produzierte Dopamin-Ware mit Häusern voller Süßigkeiten oder so. ;) Kam mir nur gerade beim Hören.

@larsweisbrod

Einen habe ich noch:

Ich glaube, ich habe durch die Lektüre von Fernsehzeitschriften im Kinder und Jugendalter mehr über Sex und Gewalt erfahren, als es das durchschnittlich umhegte Kind mit eingerichteten Google oder Apple Family Sperren heutzutage.

@mmorschel ja interessante Überlegung. Man könnte sagen: in der Zeit der vordigitalen Massenmedien (Fernsehen usw) fiel die geheimniskurve früher ab als heute; heute fällt sie später ab, dann aber rasanter