Feministische Vorabenddemo.
Dortmund.
7.3. ab 19.00 Uhr vom Dortmunder U.
https://latscher.in/events/2026-03-07-vorabenddemo-zum-feministischen-kampftag
Vorabenddemo zum feministischen Kampftag – latscher.in

Gemeinsam zur feministischen Vorabenddemo!

latscher.in
Leider gab es gestern bei der Vorabenddemo zum 8.3. in Dortmund auch noch ein paar unschöne Vorfälle. Da die Demoorga aktuell nur bei Insta vertreten ist, kopiere ich die Stellungnahme hier hin als Text.

“WTF! 31er raus aus unseren Reihen und Räume!

Leider sehen uns wir schon wieder zu einer After-Demo-Stellungnahme genötigt.
Zunächst einmal wollen wir als Veranstaltende uns entschuldigen, dass sich einige unsicher oder irritiert gefühlt haben.

Schon zu Beginn der Demo fiel uns auf, dass Personen anwesend waren, die bereits bei Instagram schon Trollkommentare dagelassen und geliked haben und uns durch unsere antisemitismuskritische Haltung mangelnde Solidarität mit Menschen in Gaza unterstellen.
Dieselben Personen waren eine Woche zuvor schon im SöZ zu unserem gemeinsamen Transpi-Basteln erschienen und wir haben deutlich kommuniziert, dass wir uns durch ihre Anwesenheit unwohl fühlen.
Die Personengruppe war durch das Tragen von Kufiyas aufgefallen, die nicht explizit im Demokonsens erwähnt , aber •territorial/nationalistisch und antisemitisch
eingeordnet werden können.“

“Wir sahen aber zunächst keinen Grund, die Situation eskalieren zu lassen, deswegen blieb alles unkommentiert.
Nach der Zwischenkundgebung wurden wir jedoch darauf hingewiesen, dass Leute sich unwohl und nicht sicher gefühlt haben und die Demo deswegen vorzeitig verließen, da der oben beschriebenen Gruppe Antisemitismus vorgeworfen wurde. Diese Hinweise nahmen wir sehr ernst.
Eine kurze Recherche auf Social Media zeigte uns: sowohl bei Einzelpersonen als auch beim Profil der zugehörigen Gruppe fanden sich Inhalte, die wir deutlich als antisemitisch einordneten.

Aus diesem Grund wurden die Personen direkt konfrontiert und gebeten, die Demo zu verlassen. Als dies scheiterte versuchten wir, über den Lauti die Personen zum Gehen aufzufordern. Die Bullen boten den Anmeldenden an, dabei zu unterstützen, was selbstverständlich vehement abgelehnt wurde.
Und dies wollen wir betonen: Zu keinem Zeitpunkt haben wir auch nur eine Sekunde in Erwägung gezogen, die Situation durch die Cops lösen zu lassen!!!!!“

“Die darauf folgende Reaktion ist an Irrsinn kaum zu überbieten: mindestens eine Person der Gruppe erstattete noch auf der Demo Anzeige gegen unsere Moderatorin im Lautsprecherwagen weil sie sich als Antisemitin beleidigt sah.
Dies könnte als ein Kindergartenracheakt abgetan werden, wären die Bullen nicht die Bullen (und wir wissen alle, das muss bei jeder polizeilichen Interaktion miteingerechnet werden).
Da die Organisatorinnen selbstverständlich nicht die Personalien der entsprechenden Person herausgaben, kam es nach der Abschlusskundgebung zu einem feigen Angriff von behelmten, aggressiven Bullen, die zur angeblichen Personalienfeststellung die Menge sprengten, Demoteilnehmenden hinterher jagten und eine Person brutal in einen Hinterhof zogen und isoliert festsetzten.

Anschließend waren wir hochemotionalisiert, auch da eine Genossin isoliert in einem Hinterhof von vier Bullen festgehalten wurde.
Uns ist bewusst, dass die konfrontative Auseinandersetzungen mit eben jenen Personen in der darauffolgenden Situation keinen produktiven Charakter hatten, jedoch werden wir uns nicht dafür entschuldigen.
Nicht für unsere berechtigte Wut und Empörung.“

“Bei allen politischen Konflikten sind wir sprachlos gegenüber einem solchen Wahnsinn. Ausgehend von angeblichen anderen Linken? Was zur Hölle kann nur falsch sein, wenn man auf einer Demo die Organisatorinnen anzeigt? Wie feige kann man sein, dass man anderen FLINTA * Personen am Vorabend zum feministischen Kampftag ne Hundertschaft auf den Hals hetzt? Und ganz basal: warum besucht man eine Demonstration, bei der man das Veranstalterinnenkollektiv verachtet und zuvor schon als "performative Aktivistinnen" abgestempelt hat? Seit wann sind nicht mal mehr Bullen gemeinsame Feinde?
Diese Fragen klingen rethorisch aber tatsächlich haben wir keine Antworten, da uns jegliches Verständnis für diese Form des destruktiven "Aktivismus" (?) fehlt.”

“Wir sind stolz auf eine laute, frohe, kämpferische Demo mit bis zu 500 Teilnehmenden, tollen Redebeiträgen und guter Stimmung. Und enttäuscht darüber, wie durch eine bewusste Sabotage anderer vermeintlicher Feminist*innen diese ein so unschönes Ende nehmen musste.
Wir hoffen, hiermit etwas Transparenz in die Geschehnisse bringen zu können.
Als Veranstaltende tragen wir natürlich die Verantwortung und in dieser Rolle wollen wir uns bei allen entschuldigen, die sich negativ beeinträchtigt gefühlt haben durch diese verrückten Vorgänge.
Und wir bedanken uns noch einmal für die unglaubliche starke Solidarität, ihr wart der Wahnsinn Leute!

Und auch in den letzten Monaten, haben wir super viel support und Solidarität aus diversen Strukturen erhalten, dass zeigt uns wie stark wir gemeinsam gegen den Rechtsruck und autoritäre Sehnsüchte zusammenstehen können. Feministisch, antifaschistisch für eine emanzipatorische linkel
Falls es ernstgemeinte Rückfragen gibt könnt ihr uns natürlich jederzeit anschreiben. Aber wir bitten alle, sachlich zu bleiben spart euch die Kräfte für den Kampf gegen Gott, Staat und Patriarchat!”

“p.s.: Wir haben in jeder Situation versucht, bestmöglich spontan zu reagieren, beanspruchen aber in keinster Weise, dass dies geglückt ist.

Wir werden alles noch einmal intern reflektieren und unsere Entscheidungen kritisch hinterfragen.

Auch wollen wir uns natürlich strategiesch wappnen, damit es nie wieder zu Eskalationen dieser Art auf unseren Demos kommt.”

https://www.instagram.com/speakout.dortmund/p/DVooYSvDXTf/

Feministische Aktionsgruppe Dortmund on Instagram: "Wir sind uns sehr wohl bewusst, dass wir eventuell Aspekte nicht mitbedacht haben, aber das ist unsere erste Einordnung zum gestrigen Demogeschehen. Und verzeiht uns ein paar Tippfehlerchen, es ist Sonntagabend nach einem langen Demowochende."

58 likes, 8 comments - speakout.dortmund on March 8, 2026: "Wir sind uns sehr wohl bewusst, dass wir eventuell Aspekte nicht mitbedacht haben, aber das ist unsere erste Einordnung zum gestrigen Demogeschehen. Und verzeiht uns ein paar Tippfehlerchen, es ist Sonntagabend nach einem langen Demowochende.".

Instagram
Nachtrag (persönliche Meinung): Wenn ich so als Außenstehende (ich habe kein Insta) auf die Kommentare bei Insta gucke, empfinde ich die nicht als komplett aufrichtig. Ich verstehe, dass Menschen solidarisch sein möchten mit Frauen und queeren Menschen in Palästina. Ich halte aber das Tragen der Keffiyeh nicht für ein geeignetes Symbol.
Die Symbolik ist nicht so eindeutig, wie das oft vereinfacht dargestellt wird. Das Tuch hat eine lange Tradition. Soweit richtig. Aber genauso war und ist das Tuch auch Symbol für Islamisten, kann durchaus mit Vernichtungswillen gegenüber Menschen jüdischen Glaubens in Verbindung gebracht werden oder von Menschen aus Iran als Symbol ihrer Unterdrücker gesehen werden. Das fällt in Diskussionen gerne mal unter den Tisch und das empfinde ich als unaufrichtig.
@_rya_ du musst mal von dem strukturell antisemitischen trip runterkommen, ständig "israel" mit "den juden" zu verwechseln. schon klar, israel hat da milliarden reininvestiert diesen eindruck zu vermitteln, aber es wird zeit, diese grenze zu ziehen. israel ist ein terrorstaat und es ist absolut legitim ihn zu hassen.

@mspro @_rya_ puh!
"Du muss mal von deinem trip runterkommen."
Bisschen autoritär, oder?

Und was genau hasst du jetzt? Das Gebilde Israel? Die Regierung Netanjahu? Die Menschen die dort leben?

Struktureller Antisemitismus existiert gar überhaupt nicht?

@funz @_rya_ wo habe ich gesagt, dass ich israel hasse?

ich sagte, es ist legitim israel zu hassen.

und ich würde niemals abstreiten, dass es strukturellen antisemitismus gibt und eine sehr weit verbreitete form, ist juden und israel gleichzusetzen.

besonders ihra-anhänger*innen sind davon betroffen.