Ich bin eine Frau, Mutter und Lehrerin. Ich unterrichte Informatik, Astronomie, Mathematik und Politik. Das habe ich alles studiert auf Diplom.
Und ich bin seit über 12 Jahren die IT-Administratorin meiner Schule.

Und ausnahmslos sind es Männer (Lehrer), die mir in meine Position als IT reinreden und diese Position selbst gern haben wollen und mich ständig sabotieren.
Aber: keiner dieser Männer hat eine Ausbildung oder ein Studium in Informatik oder sonst eine gleichwertige Erfahrung in diesem Bereich!

Ich weiß gar nicht mehr, wie es ist, mit Männer über IT zu reden und mich nicht dafür rechtfertigen oder beweisen zu müssen, warum ich tue, was sich tue!

#WeltFrauenTag

@2ndStar

Was davon glaubst, du betrifft Männer nicht genauso?

OK, bei Männern kommen Opferbereitschaft und Stärke (egal welcher Art) vielleicht vor der Figur.

In deiner Position als Lehrerin für Politik hast du die Chance deinen Einfluss für mehr Gleichberechtigung (komplett ohne sexistische Ausrichtung) zu nutzen, statt Öl ins Feuer zu kippen. Die Denkmuster in den Köpfen beider Geschlechter sind mächtiger und gefährlicher als irgendwelche Interessensgruppen.

@uweb @2ndStar Naja, als Frau für erstmal generell IT-inkompetent angesehen zu werden, betrifft die meisten Männer eher nicht. Ganz schlechter Einstieg ins Thema.

@axeln @2ndStar

"als Frau" nicht, aber das hat mit meiner Frage auch nichts zu tun.

Gerade als ITler hat man es doch geschlechtsneutral ständig mit Leuten die glauben sie wären kompetenter oder die gelesen haben wollen oder jemanden kennen der gesagt haben soll, dass ... zu tun. Und wenn es nicht das Geschlecht ist, bist du zu alt, zu jung, zu introvertiert, lässt dich zu leicht beeinflussen, bist zu weich, zu hart, zu sehr auf ein Thema (das demjenigen nicht passt) fixiert, ...

@uweb @axeln @2ndStar … der Unterschied ist hier generell, dass Frauen aufgrund ihres Geschlechts(!) keine Kompetenz zugetraut wird.

Es geht ihr also nicht um grundsätzliche Arroganz oder Kompetenzgehabe in der IT-Branche, sondern dass Frauen in bestimmten Berufsgruppen mehr für ihre Arbeit kämpfen müssen, als ihre männliche Kollegen.

Eine Gleichsetzung der Widrigkeiten, ignoriert die Probleme die Frauen noch heute in MINT-Berufen haben.

@SynthSteph @axeln @2ndStar

Ich bin mir nicht sicher, ob das Problem in MINT-Berufen tatsächlich so groß ist. Dafür kenne ich zu viele Frauen, die darin sehr erfolgreich sind und zu viele Männer in dem Bereich die nicht mit solchen Denkmustern belastet sind.

Es gibt soziale, kulturelle, didaktische, ... Bereiche in denen es eher in die andere Richtung läuft.

Ich sehe Frauen eher in Führungsrollen, im Vertrieb von technischen Produkten, im Planungsbereich, ... benachteiligt.

@uweb @axeln @2ndStar der Weg zum Erfolg kann dennoch ein anderer sein. Ich arbeite in der IT, Erfolg habe ich, aber der Weg war eben auch von Sexismus geprägt. Erfahrungen vieler Frauen.

Dass ich zum Weltfrauentag nun mit einem Mann in eine Diskussion gerate, der keine Geschlechterdiskriminierung sieht, spricht auch Bände 😅

Ich würde das Gespräch aber an der Stelle auch für mich beenden.

Soli an @2ndStar

@uweb @axeln @2ndStar da ich scheinbar geblockt wurde, sind mir Reaktionen sowieso nicht mehr möglich.

Ich will aber dennoch daran erinnern, dass heute der #Weltfrauentag ist und es sicher hilfreicher wäre, gesellschaftliche Erfahrungen von Frauen ernst zu nehmen und nicht zu relativieren. Man muss auch nicht darauf hinweisen, dass Gewalt oder Diskriminierung jeglicher Art zu bekämpfen ist. Letzteres ist absoluter Konsens, aber darum ging es nicht 🥲

@SynthSteph @uweb @2ndStar Volle Zustimmung. Falls Du geblockt bist, fasse ich das mal so ähnlich in meine Worte:
Es gibt einen Haufen gesellschaftliche Probleme, auch im IT-Bereich hinsichtlich echter und behaupteter Kompetenzen. Es gibt auch einen Haufen Gewaltprobleme, physischer Natur bis hin zu Herabwürdigungen.

Hier geht es heute um geschlechtspezifische Hürden, die leider immer noch da sind. Die braucht man nicht durch Hinweis auf alle anderen existierenden Probleme relativieren.