Proton hat Zahlungsdaten eines Nutzers ans FBI weitergegeben – über den Schweizer Rechtsweg, aber mit demselben Ergebnis.

Die Lehre: Verschlüsselung schützt Inhalte, nicht Identitäten. Wer mit Kreditkarte zahlt, hinterlässt Spuren – egal wie gut das Marketinggeblubber klingt. Anonymität und Kreditkartenzahlung schließen sich aus.

Wer es ernst meint: Bargeld. #Mullvad zeigt, dass es geht. Aber die meisten Dienste bieten diese Option leider nicht an.

Proton ist kein schlechter Dienst. Aber kein Anbieter kann sich internationaler Rechtshilfe entziehen. Wer das erwartet, hat ein falsches Bedrohungsmodell.

Fazit: Erst Bedrohungsmodell definieren, dann Tool wählen – und genau hinschauen, wie man bezahlt.

#Proton #Datenschutz #Anonymität #OpSec

Hinweis/Korrektur: Auch bei Proton kann man offenbar mit Bargeld bezahlen.
@kuketzblog mal ganz doof gefragt: ist Bargeld, in seiner aktuellen Verwendung, nicht auch nur pseudonymisierend? Wenn ich einen Geldschein vom Automaten ziehe und mit ihm direkt bei einem solchen Dienst zahle, landet er im Anschluss doch wieder nur bei einer Bank und ließe sich recht einfach nachverfolgen. 🤔
Reise eines Zwannis: Diese Geräte tracken deine Geldscheine

Immer wieder lesen Maschinen die Seriennummern unserer Banknoten aus. Für diese Recherche begleiten wir einen Zwanzig-Euro-Schein durch den Bargeldkreislauf und sehen, wie das Tracking zunehmend anonyme Zahlungen gefährdet.

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