Guten Morgen - Tässle Kaffee ☕?

Heute ist der Internationale Frauentag, der an den Kampf auch für das allgemeine & gleiche Wahlrecht erinnert. In Bayern finden Kommunalwahlen statt, in Baden-Württemberg Landtagswahlen.

Umfrage: Ist das demokratische Wählen für Dich Würde, Bürde, nichts oder (auch) etwas Anderes? Mehrfachantworten möglich.

Wählen ist für mich...

...eine Frage der Würde.
65.2%
...eine Bürde.
3.4%
...nichts.
1.7%
...(auch) etwas Anderes.
29.7%
Poll ended at .

@BlumeEvolution Tässle Kaffee ☕️ vom Bodensee 🌊

Ich hab schon gewählt. Ich tu mir seit Jahren schwer eine „Partei“ zu wählen. Ich wünsche mir, dass ich mit meiner Stimme Entscheidung bei Themen wählen kann. z.B. „mehr“ #Klimaschutz oder „vereinfachtes“, „großzügiges“ #Bürgergeld die Parteien sind mir eigentlich egal. Ich möchte, dass unser Land sich bei Themen, die mir wichtig sind, in eine bestimmte Richtung entwickelt. (1/2)

Was ich total spannend und sehr gut finde, ist, dass ab 16 gewählt werden darf. Ich hab im Familienkreis einige solche Fälle und hab alle abtelefoniert, und gesagt, dass sie unbedingt wählen sollen. Das Wahlalter zu senken, finde ich eine richtige Entscheidung. (2/2)
@BlumeEvolution
@no_brainer @BlumeEvolution -Ein Parteiensystem ist im Grundgesetz (Scherzhaft auch mal 'Grundi' genannt:) fest verankert. So leicht lässt sich das nicht ändern. Das wäre dann eine andere Staatsform.

@mallesormarla @BlumeEvolution Ja, ich weiß.

Den Wunsch Aktionen und Themen wählen zu hab ich aber trotzdem. 😄

Vieles wäre auch ganz einfach über mehr direkte Demokratie möglich.

Mein Eindruck ist, dass das gar nicht gewünscht ist.

Mein Verdacht ist, dass die Bundesregierung Angst hat, dass bei der direkten Demokratie Dinge rauskommen könnten, die Ihnen nicht in den Kram passen.

Beispiele:
mehr #klimaschutz Ja / Nein? (1/2)

besserer #öffentlicher #Nahverkehr Ja/Nein
… usw

Meine Vermutung ist, dass wir bei vielen großen Fragen viel mehr Konsens haben, als wir glauben. (2/2)
@mallesormarla @BlumeEvolution

@no_brainer
Ich bin unsicher bei diesem Thema: Zu wieviel kritischer Betrachtung ist heutzutage, in Zeiten von Social Media und damit sehr geschickt hantierenden Populisten, ein sechzehnjähriger Mensch fähig? Wird in den Schulen das kritische Hinterfragen von solchen Inhalten hinreichend geübt?
Natürlich gibt es genug Volljährige, die das nicht können; doch das ist ja auch schon genug.

@BlumeEvolution

@Fraengii @BlumeEvolution Ja, das kann man so sehen. Die andere Perspektive ist: wie viele Erwachsene können denn das? Ich habe im Vorfeld zur Wahl mit meinen Neffen und Nichten gesprochen, ohne sie dabei zu beeinflussen und ich denke schon, dass man auch mit 16 schon einen guten Instinkt haben kann. (1/3)
In einer Fortbildung hab ich mal gelernt, dass man auch mit relativ wenig Information ziemlich gute Entscheidungen treffen kann. Entscheidungen werden nicht sehr viel besser wenn man sehr viel mehr Informationen hat. Man muss nicht Politik studiert haben, um zu wählen. (2/3)
@Fraengii @BlumeEvolution
Social Media ist keine gute Informationsbasis um Entscheidungen zu treffen. Es ist die Aufgabe, der erwachseneren in unserer Gesellschaft mit den jüngeren zu reden und Hinweise darauf geben, wo es gute Informationen gibt oder auch, wofür Parteien stehen.
Wählen müssen sie dann selbst. (3/3)
@Fraengii @BlumeEvolution
@no_brainer
Ich halte Social Media auch für eine schlechte Informationsquelle, doch leider steht das nie dran. Und mein Eindruck ist – ich hoffe mich zu irren, denn ich habe wenig mit Jugendlichen zu tun –, dass dennoch viele ihre Informationen dort holen.
Dies dann mit Erwachsenen, die aus der Perspektive eines Pupertierenden eh keine Ahnung haben, zu diskutieren… Findet das erfolgreich statt?
@BlumeEvolution
@Fraengii @BlumeEvolution Diskutieren: Ich kann da nur für mich sprechen. Ich diskutiere Politik regelmäßig, mit meinen verwaisten Neffen & Nichten.
Und ja, ich stimme zu und ich bin mir sicher, dass viele Jugendliche kein solches Umfeld haben. Leider!
@no_brainer @BlumeEvolution
Für mich ist das eindeutig ein Auftrag an das Bildungssystem. Doch diese Mühlen scheinen so unendlich langsam zu malen, dass ich fürchte, es wird z. B. auch bezüglich KI erst reagiert, wenn den Job die KI eh schon selbst macht. Düster, düster.
@Fraengii
Kommt darauf an, was unter Social Media verstanden werden will.
Zum Beispiel kann ich sagen, ich habe einen viel direkten Draht zu Politikern (zb Bundestag), die sich äußern, die auch durchaus direkt antworten auf meine Fragen, die Ideen & Meinungen vertreten und vermitteln.
Tubes sind tolle Wissensvermittler. Richtig ist, es gibt Vieles da & Selektion ist nötig, doch das ist es auch bei üblichen Quellen.
@no_brainer @BlumeEvolution
@Fraengii
Ich denke manchmal, dass sich so früher wohl auch Menschen gefühlt haben oder ähnliche, als immer mehr Menschen das Lesen erlernt haben & als es mit dem Buchdruck losging. Menschen können lernen auf & in neuen Umgebungen zu reagieren & sich neu zu orientieren, eben entwickeln.
@no_brainer @BlumeEvolution

@Fraengii

Die einfachste Lösung ist meist, nicht Gewolltes, Ungewöhnliches, Herausforderungen, Dazulernen zu müssen, generell abzulehnen oder im schlimmsten Fall, generalisiert schlecht zu machen. So sehe ich es mittlerweile (:

@no_brainer @BlumeEvolution

@Mike_G_Hyrm
Da komme ich wieder zu meiner These mit der unzulänglichen ICH-Entwicklung.
https://hessen.social/@Fraengii/116197751826591548

@no_brainer @BlumeEvolution

Yr (@[email protected])

@[email protected] Ich glaube, das hat mit einem Bedürfnis nach Sicherheit zu tun; es ist das angstvoll-blinde greifen nach Balken im Wasser einer bisweilen sehr turbulenten Ichfindung. Für manche, die diesen Prozess nur unzulänglich durchlebt haben – ohne den Erfolg eines stabilen ICH-Bewusstseins –, wird es zu einem existentiellen Bedürfnis, das, was sie an ICH sich erarbeitet haben, auch wider jede Vernunft zu verteidigen. @[email protected]

hessen.social

@Fraengii

Welche aufgebrochen werden kann, wenn so eine Selbstreflexion stattfindet. Durch sich selbst oder mit Hilfe von außen.
@no_brainer @BlumeEvolution

@Mike_G_Hyrm
Ja, es ist nie zu spät, zum Glück!
Wie diese Selbstreflektion angestoßen wird, ist derzeit aber dem persönlichen Karma überlassen. Bildung kann hier eine wichtige Rolle spielen – aber auch das ist heute ja leider oft noch Glückssache.

@no_brainer @BlumeEvolution

@Fraengii @Mike_G_Hyrm @no_brainer @BlumeEvolution seid mir nicht böse: Ich kann solchen Psychologisierungen (vor allem den Freud'schen) wenig abgewinnen.

Vor allem wenn man die jahrzehntelange Rhetorik- und Propagandamaschinerie ausblendet, die versucht Leute dazu zu bekommen die Existenz anderer Lebensentwürfe als Bedrohung anzusehen. Die Fixierung der Populisten und Rechten auf "militante" Personen (Vegan/Feminismus etc) kommt nicht von irgendwo her.

@Fraengii @Mike_G_Hyrm @no_brainer @BlumeEvolution (kurzer Disclaimer: Ich stehe mit solchen Psychologisierungen auch aus persönlicher Erfahrung auf Kriegsfuß. Das kann nämlich ganz miese Auswüchse annehmen.) Ich verstehe schon, worauf die These abzielt, und kenne Leute die augenscheinlich da rein passen, aber eben nur augenscheinlich.
@Weirdaholic
Ich habe Freud nicht wirklich drauf. Der von mir verwendete ICH-Begriff ist aber, glaube ich, vielleicht beeinflusst, jedoch dennoch anders als bei Freud, Steiner oder wem auch immer.
Wenn ich von ICH-Werdung spreche, meine ich die Entwicklung in die Antworten auf Fragen hinein wie:
Wer bin ich?
Was macht mich aus?
Wodurch unterscheide ich mich von anderen Persönlichkeiten?
Vielleicht ist der Begriff Identitätsbildung besser?
@Mike_G_Hyrm @no_brainer @BlumeEvolution

@Weirdaholic
Und ich bin Dir ganz sicher nicht böse. Meine These ist auch nur der Versuch zu erklären, warum Menschen radikale Haltungen entwickeln, was mir wiederum wichtig erscheint, um eine konstruktive Haltung gegenüber diesen Menschen und diesen Haltungen zu entwickeln.
Achtung: konstruktive Haltung ≠ Billigung❗

@Mike_G_Hyrm @no_brainer @BlumeEvolution

@Fraengii @Mike_G_Hyrm @no_brainer @BlumeEvolution Alles kein Problem! Wie gesagt, ich kann den Gedankengang grundsätzlich nachvollziehen, und stimme zu. Der sprachliche Bezug auf Freud hat für mich nur sehr irritiert, weil es deinen Aussagen für mich eine andere Bedeutung gibt. Daher danke für die Klarstellung.
@Mike_G_Hyrm
Die Schwierigkeit kommt durch die Fülle – und die Fülle entsteht durch den Umstand, dass es so leicht ist, seinen unreflektierten emotionalisierten Dampf in die Weltöffentlichkeit zu blasen.
@no_brainer @BlumeEvolution