Heute vor 20 Jahren hatte ich einen Autounfall. Seitdem bin ich querschnittsgelähmt und sitze im Rollstuhl.

Nein, es hat damals nicht “alles verändert”. Ich war derselbe. Meine Umgebung auch. Am meisten verändert hat sich … der Blick meiner Umwelt auf mich. Vorher war ich ein junger Mann, sportlich, aktiv, fit.

Danach war ich - ein Krüppel. Ein Behinderter. Ein Typ im Rollstuhl.

Ich wusste damals nicht, dass nicht die Treppenstufen oder die fehlenden Rampen mein Leben am meisten prägen würden. Die größten Barrieren sind bis heute nicht aus Beton. Es sind die Barrieren in den Köpfen unserer Gesellschaft.

@RollingSohn

Es ist schlimm, wie wenig da gemacht wird, um nicht-normierte Menschen, die gehandicapt sind weiterhin so ausgegrenzt werden.
Man kann es nicht vergleichen, aber ich erlebe es als stark Übergewichtige auch.

Was glaubst du, bräuchte es, damit diese Barrieren in den Köpfen abgebaut werden können?

@wortsalatfinchen @RollingSohn Wenn jemand abfällig als "Fett" bezeichnet wird, immer dagegenhalten. Ein Freund von mir machte das immer unbewusst.
@wortsalatfinchen Naja, zum einen - Bewusstseinsbildung. Das ist ein langer Weg, aber letztendlich der einzige, der wirkt. Immer wieder in Gesprächen darauf hinweisen. Am Arbeitsplatz, in der Familie, im Verein.