EU-Bürgerinitiative fordert öffentlich finanziertes soziales Netzwerk
EU-Bürgerinitiative fordert öffentlich finanziertes soziales Netzwerk
Mastodon und Lemmy sind ja “nur” die Softwares. Es geht, wenn ich das richtig verstehe vorrangig um den Betrieb und die Aufsicht der Plattform.
Die von den Organisatoren der Bürgerinitiative geforderte Plattform „wäre eine Alternative zu den derzeitigen Plattformen und ein Dienst für die Gesellschaft. Sie würde von der Gesellschaft finanziert werden und unter ihrer Aufsicht stehen“ und könnte zudem „unparteiisch und unabhängig von politischem Druck bleiben und gleichzeitig die Rechte aller Menschen unterschiedslos gewährleisten“.
Der Betrieb einer Fediverse-Instanz wird ja entweder aus privater Tasche oder (z.B. bei Feddit.org) durch Spenden an einen Verein finanziert, der die Instanz trägt. Die Initiative würde letzteres wahrscheinlich formalisieren wollen.
Im Fediverse ist jeder Server-Admin Herr in seinem Haus und kann tun was er möchte und jeder Community-Moderator kann nach seinem Gutdünken Beiträge löschen und Nutzer sperren. Ziel der Initiative ist es, diese Funktionen durch demokratisch legitimierte Institutionen zu ersetzen.
Ich könnte mir vorstellen, dass da letztendlich Strukturen wie beim ÖR herauskommen sollen, nur deutlich schlanker und mit noch viel weniger politischer Einflussnahme.

Die Europäische Kommission hat die europäische Bürgerinitiative mit dem Titel „Europäisches öffentliches soziales Netzwerk“ registriert. Nach Auffassung der Kommission hat die Initiative die erforderlichen Voraussetzungen erfüllt und ist somit rechtlich zulässig.
Ich könnte mir vorstellen, dass da letztendlich Strukturen wie beim ÖR herauskommen sollen, nur deutlich schlanker