Folgendes habe Ich gerade an Bärbel Bas gesendet nach einem langen Tag. Liebe Amutsbetroffene, bitte entschuldigt, dass es so spät geschah. Aber seid versichert, ihr seid mir nicht egal und ich schweige nicht.
Sehr geehrte Frau Bas, anlässlich der morgigen Abstimmung über die neue Grundsicherung möchte ich heute eindringlich an Sie appellieren, das nicht mitzutragen. Ich finde das Vorgehen der Bundesregierung gegen arme Menschen unmenschlich und beschämend. /1
Zudem ist es ein Ablenkungsmanöver. Es gibt kaum Totalverweigerer, wie Statistiken zeigen. Als ehemalige Hartz-IV-Empfängerin kann ich Ihnen außerdem versichern: Die Termine bringen nichts. Jeden Job, den ich bisher hatte und habe, habe ich durch Eigeninitiative gefunden. Diese neue Grundsicherung ist ein Teil der Kampagne der CDU/CSU gegen Arbeitnehmerrechte. Selbst ein Totalverweigerer wäre Gewerkschafter derjenigen, die keine gewerkschaftliche Vertretung haben. /2
Eine menschenwürdige Grundsicherung gestattet es Niedriglöhnern, mit den Füßen abzustimmen, und füllt außerdem Art. 1 GG erst mit Leben. Jeder darf seinen Beruf frei wählen und es gibt keine Zwangsarbeit in Deutschland. Arbeitnehmende und Leistungsempfänger sitzen im selben Boot! Bitte lassen Sie sich nicht instrumentalisieren und schaufeln Sie nicht das Grab der Sozialdemokratie!
Mit hoffnungsvollen Grüßen
Lone Krause