Oder sowas wie "Unsere Produktivität ist aufgrund von innovationen in den letzten 5 Jahren um 85% gestiegen. Lass mal die Arbeitszeit der Mitarbeiter verkürzen!"
Kam noch nie vor. (Erfahrungsbericht)
@kattascha Das ist ja die Crux: Solange Menschen materiell von Lohnarbeit abhängen, sind Produktivitätssteigerung und Automatisierung eher eine Bedrohung. Dabei wären sie ja eigentlich etwas Gutes, wenn wir die Freiheit hätten, die dadurch gewonnene Zeit anderweitig, sinnvoller nutzen zu können.
Aber im Kapitalismus geht das halt nicht.
@ankoeln Wenn ich mit dem Satz: "Naja, es gibt Boden, Arbeit und Kapital,..." anfange, werde ich schon für einen Sozialisten gehalten.
Wenn es um Produktionssteigerungen oder Arbeitsverteilung("Wer arbeitet nicht genug!?") scheinen Leute echt überzeugt zu sein, in einer sozialistischen Produktionsgemeinschaft zu leben...
Und danach nur noch die eigene - das dann aber professionell!
Das paradoxe ist vor allem dass wir, wenn dann die Maschinen die arbeit machen, über faule arbeitslose maulen. Das Geld verschwindet dann in den Händen derer die die Maschinen besitzen und keine Steuern in Deutschland bezahlen wollen. Deutschland erwirtschaftet umgerechnet PRO KOPF, vom Säugling bis zum Rentner und alle arbeitslosen und kranken, rund 4.460.-€ im Monat und trotzdem ist jedes siebte Kind armutgefährdet.
@kattascha Also bei uns* gibt es ein ziemlich gutes Mitarbeiteraktienprogramm. Wer teilnimmt, profitiert tatsächlich unmittelbar an guten Unternehmensergebnissen. Tariferhöhungen gibt's natürlich auch regelmäßig.
*(Einer der zehn größten DAX-Konzerne in DE)
Wieso sollte wegen einer Sichel auch nur ein Reiskorn mehr wachsen?
Vermute eher, dass durch bessere Sorten der Ertrag stieg und daher die Sichel als nun notwendiges Gerät entwickelt wurde.
@kattascha
Der Zweck der kapitalistischen Marktwirtschaft (die nach Marx dem Babarentum gleichzusetzen ist, da sie Geld nutzt) ist sich (Kapitalist) die Arbeitskraft ander Menschen anzueignen.
Insofern ist da nichts zu bemängeln.
@kattascha Das sitzt mittlererweile tief in unserem Selbstverständnis einer "Leistungskultur". Viel lässt sich auch ablesen an "Selbstoptimierung": Oft der körperliche Ausgleich nur zum Zweck der Leistungserhaltung/-steigerung zelebriert.
Ein aussagekräftiges Video dazu: arte Psycho "Wenn Arbeit krank macht", 27Min., rbb/arte 2024

Volkswagen hat überraschend mehr Geld in der Kasse, die Arbeitnehmer verlangen eine Prämie aus den Milliarden. Nach SPIEGEL-Informationen zögert der Vorstand das nun mit einem Rechtsgutachten heraus. Betriebsratschefin Cavallo schäumt.
@rainer @kattascha soweit ich das (als Volkswagen Aktionär) feststellen kann ist "Volkswagen hat überraschend mehr Geld in der Kasse" nicht ganz zutreffend, man hat Posten in der Bilanz in dieses Quartal gezogen, die erst später kassenwirksam gewesen wären.
Es ist allerdings komplett unverständlich, da man mit Cash > 0 besser lag, als alle Prognosen.

6.73K Posts, 1.13K Following, 36.4K Followers · Hatte Eintrag in der Inpol-Fall Datei Cybercrime. Autorin. Podcasterin. Dect: 9098
@kattascha auch komisch, dass Solar und Wind und Batterien eigentlich billiger sind, aber der Strompreis irgendwie gleich bleibend ist.
Trickle up economics
Deshalb schlage ich eh vor, dass pro € für die Aktionäre grundsätzlich 1€ and die Beschäftigten geht, gleichverteilt über alle Gehaltsstufen, einfach per Anteil Vollzeitstelle.