Ich habe hier jetzt mehrfach sinngemäß gelesen, "wer noch mit Öl/Gas heizt, sei ja selbst schuld".

Das blendet nur eben die Lebensrealität der Mehrheit der Leute schlicht und ergreifend aus.

Mehr als die Hälfte (53 % laut Statistischem Bundesamt) der Menschen in Deutschland wohnt in einem Mietverhältnis und hat eben keinen Einfluss auf die Art der Wärmeversorgung.

Rund drei Viertel (ca. 72 %) der Wohnungen in Deutschland werden laut Daten des Zensus 2022 und des BDEW mit Öl und Gas beheizt.

Einfach zu sagen, wer auf fossile Brennstoffe angewiesen sei, wäre ja "selbst schuld", ist zynisch und oftmals schlicht falsch. Das ist ein systematisches Problem.

Der Mietende ist gleich doppelt der Gelackmeierte, denn er muss den Energieträger letztlich hinnehmen, den der Wohnungsmarkt ihm anbietet, und er muss am Ende des Tages die Rechnung auch irgendwie bezahlen.

#warmewende #Energiewende #FossileEnergien #heizen #Klimagerechtigkeit #depol

@Larvitz Wohnungsbaugesellschaften haben auch kaum Interesse etwas an Gasetagenheizungen zu ändern.
Wenig wartungsaufwand, kaum Verwaltungsaufwand und wenn eine ausfällt beschwert sich nur ein Mieter.
Der örtliche SHK-Betrieb hat die Teile meistens vorrätig und der Ausfall ist schnell behoben.

Da die #EPBD nicht in deutsches Recht überführt wird, besteht auch kein Druck zu handeln.

Als Mieter, so wie wir, kann man nur vom Spielfeldrand zusehen und auf ein Wunder hoffen.

@Carsten_O so geht's mir auch. Gasetagenheizung, auch noch nixht alt. Also vor 5 Jahren oder so erneuert. Dogewo hat keinerlei Interesse da was dran zu ändern. Warum auch. Ich liebe eigentlich meine Wohnung, und bin sonst auch zufrieden, aber ich drehe in meinem Kopf hin und her, ob ein Balkon Kraftwerk und eine stromheizung sinniger sind. Wobei ich dann immer noch kein heißes Wasser hätte. Fühle mich verarscht und allein gelassen von Reiche und Co. @Larvitz

@effken_von_nebenan @Larvitz Balkonsolar kann ich auch knicken.

Der Vermieter kann es nicht verbieten, also legt er die Hürden hoch :
- Elektriker Fachbetrieb
- nur von dem gelieferte Anlagen
- Abnahme durch den Vermieter

Und wir haben hier 70er Jahre Verkabelung, keine Außensteckdose und eine Styroporfassade.

Halleluja!

Das amortisiert sich bestimmt in 100 Jahren.

Ach ja, bin selbst Elektriker. 🤪

@Carsten_O ist ja auch eh fraglich wie sehr sich das noch lohnt, wo die Reiche die Einspeisevergütung kappt. @Larvitz
@effken_von_nebenan @Carsten_O Es reduziert immer noch den Netzbezug

@Larvitz @effken_von_nebenan es ginge mir auch mehr um Eigenverbrauch. Bei maximal 800W darf man da keine Wunder erwarten.

Einen Speicher bekämen wir hier auch noch unter.

Selbst der würde mit einem dynamischen Tarif Sinn ergeben, aber: es gibt nur „moderne Messeinrichtungen“, keine „SmartMeter“.

Also keinen dynamischen Tarif.
😝

@Carsten_O mit den Details kenne ich mich nicht gut genug aus. So weit war ich noch nicht @Larvitz
@Carsten_O Und wenn du in Deutschland ein Smartmeter installieren lässt, kostet das pro Monat so viel, das du das wohl nie Wiederverkauf holen wirst. @Larvitz @effken_von_nebenan

@AlienJay @Larvitz @effken_von_nebenan ich kenne keine konkreten Preise.
Und kann als Mieter in einem in den 70er Jahren gebauten Sozialbau nur sehr wenig anstoßen.

Was passiert, wenn ich zum Beispiel bei #Tibber einen Vertrag abschließe? Dann mus das Gateway ja eingebaut werden.

@Carsten_O Ixh kenne die aktuellen Preise hier auch nicht. Als ich mal fragte war die Differenz 70€/jahr.
Wenn ein Stromanbieter dir an deiner Adresse einen Tarif anbietet, der ein SmartMeter erfordert, dann ist er gemeinsam mit dem Messstellenbetreiber in der Pflicht die technische Ausstattung hinzubekommen. @Larvitz @effken_von_nebenan