Drei von zehn Menschen in Deutschland sind offen für rechtsextreme Ideologien. "Der Aussage, wonach es zu viele Ausländer in Deutschland gebe, stimmten 2025 erstmals mehr als die Hälfte der Befragten zu." https://www.motra.info/motra-monitor-2024-25/

@andre_meister

krass, die Steigerungen bei Sozialdarwinismus und Antisemitismus

@kami_kadse @andre_meister Jede einzelne Frage eine rote Flagge 🤓 übelst
@andre_meister ich wohne seit 20 Jahre in Deutschland und ich bin von solchen Menschen sowas von müde. Deutschland mag uns (Ausländer) nicht mehr - egal ob wir uns integrieren, die Sprache herrschen, oder sogar hier geboren sind.
@rania_papasozomenou @andre_meister integrierst du dich nicht, wollen sie dich nicht. Integrierst du dich, wollen sie dich auch nicht. Ergo - sie wollen keine Ausländer, egal wie sie sich verhalten. Du fühlst dich nicht nur nicht willkommen, du bist nicht willkommen. Das ist Deutschland, so war es immer und so wird es immer bleiben. Ich schäme mich für dieses Land und bin darüber unendlich traurig.

@andre_meister

Man kann ja unterschiedlicher Meinung sein, aber die Skala reicht hier von falsch bis gefährlich.

Mit am abwegigsten erscheint mir "Es gibt zu viele Ausländer in Deutschland."
Wir brauchen noch viel mehr, weil es zu viele Boomer gibt.
Das ist aber nicht deren Schuld. Im Gegenteil: Sie leiden schon von Geburt an ständig darunter.

Allerdings kommt einen Punkt scheinbar meiner Meinung (Israel hat in Deutschland zu viel Einfluss.) nahe. Bin ich jetzt schon ein Rechter?

@uweb @andre_meister Das Problem mit Israel ist, daß dort seit geraumer Zeit die Ultrazionisten und Judäofaschisten, welche ein Groß-Israel in den Grenzen von vor Jahrtausenden wollen, den Ton angeben. Auf der anderen Seite hat man die Islamofaschisten von Hamas und Hisbollah, die gerne sämtliche Juden umbringen würden, wenn sie es könnten. Zwei Nationalismen, der palästinensisch-arabische Nationalismus und der Zionismus als jüdische Version von Nationalismus, beanspruchen das Land für sich, und beide Seiten lehnen eine Teilung mit Zwei-Staaten-Lösung, wie von der UN schon vor Ewigkeiten vorgeschlagen, ab. Sicher, es gibt auf beiden Seiten auch Leute, die eine friedliche Teilung wollen, aber die haben nicht die Macht.
Und wer immer es wagt, eine friedliche Lösung zu propagieren und dafür zu arbeiten, lebt gefährlich, wird zur Zielscheibe beider Seiten. Wann immer es zu lange zu ruhig ist, bringt die Hamas plötzlich wieder einen Haufen Leute um, und danach bringt die IDF noch viel mehr Leute um (weil sie mehr Kapazitäten hat als die Hamas; wenn die Hamas könnte, würde sie alle Israelis ermorden).

Hätten die Römer damals die Juden in Ruhe gelassen, hätten sie sie nie aus ihrem eigenen Land vertrieben, wäre der Welt eine Menge Scheiße erspart geblieben, das Christentum wäre vielleicht nie mehr als eine jüdische Sekte geworden, der Islam gar nicht erst entstanden, und Europa wäre immer noch polytheistisch. Aber nein, kein Imperium, das im Mittelmeerraum aktiv ist, kann es sich erlauben, den Jordan nicht zu beherrschen, und kein Imperium kann es sich erlauben, an widerspenstigen Hebräern kein Exempel zu statuieren. Als die Christen, angeführt von Paulus, beschlossen, sich vom Judentum zu lösen, entstand der christliche Antijudaismus, aus dem dann ab der Renaissance der moderne Antisemitismus entstand (der Ober-Antisemit Martin Luther spielte dabei eine wichtige Rolle). Der Traum von einer Rückkehr nach Jerusalem half mit, das Judentum in der Diaspora zusammenzuhalten, und als in Europa überall diverse Nationalismen entstanden, entstand der Zionismus als Reaktion darauf. Wer will schon gerne unter Menschen leben, die einen ständig umbringen wollen? Und als dann nach dem 1.WK die Briten ihr Kuchenstück vom zerfallenen Osmanischen Reich abbekommen hatten, ging es richtig los, Zionisten gegen Araber. Der Nazi-Massenmord machte dann die Gründung Israels absolut unvermeidlich, weil die Überlebenden sich nirgends mehr sicher fühlten außer unter Juden, absolut verständlich. Daß Deutschland versucht, sich von seiner Schuld freizukaufen, indem bedingungslose Unterstützung für Israel zur Staatsräson erklärt wird, ist auch absolut verständlich und unvermeidlich. Daß Juden dafür gehaßt werden, Juden zu sein, ist seit der Römerzeit fester Bestandteil vieler Kulturen, besonders in christlichen Kreisen wegen Arschloch-Apostel Paulus.

Solange es überhaupt so etwas wie Nationalstaaten gibt, ist die Existenz von Israel als Staat der Juden unvermeidlich, aber dieses Selbstverständnis als Judenstaat bedeutet eben auch, daß der Prozentsatz der nichtjüdischen Staatsbürger nicht allzu groß werden kann. Und das wiederum macht die vermeintlich offensichtlichste Lösung (ein Land für alle) unmöglich. Der zwar historisch relativ junge, aber nichtsdestoweniger tiefsitzende Antisemitismus unter palästinensischen Nationalisten und Islamisten macht eine friedliche Lösung noch unmöglicher. Es ist einfach ein kompletter Clusterfuck, das Land am Jordan ist einfach FUBAR für immer. Und in Deutschland denkt man halt, daß man sich von den sechs Millionen jüdischen Mordopfern freikaufen kann, indem man die Wiederansiedelung der Hebräer in ihrer uralten Heimat mit allen Mitteln und unter allen Umständen unterstützt. Aber in ein paar Jahrzehnten hat sich das eh alles erledigt, dann sorgt die Klimakatastrophe dafür, daß es keinen Jordan mehr gibt, nur noch ein ausgetrocknetes Wüstental, und das ganze Land wird zu heiß für menschliches Leben. Langfristig wird eh kaum noch irgendwer irgendwo seßhaft wohnen können, weil das Klima zu instabil wird, große Teile der Menschheit werden elend verrecken, und der Rest wird zu Nomaden. Zivilisation gibt es dann für die nächsten zigtausend Jahre nicht mehr, und wenn das irgendwann wieder neu beginnt, wird sich niemand mehr erinnern, wer die Juden oder die Christen oder die Moslems waren, da wird es total andere Religionen und Völker geben. Und sie werden andere Vorwände finden, um sich gegenseitig umzubringen.

@LordCaramac @andre_meister

Und ich dachte, ich wäre ein Pessimist. 😀
Aber ja, angesichts der Klimakrise werden sich wohl viele andere Probleme in Luft auflösen.

Die Trennung der Gallier und der Germanen durch Julius Caesar während des Gallischen Krieges wird momentan ja auch friedlich korrigiert. Das funktioniert, weil beide Seiten erkannt habe, dass sie gemeinsam in einem großen europäischen Haus besser leben werden.

@LordCaramac @andre_meister

U.a. vom 30-jährigen Krieg (Kardinal Richelieu), über Napoleon und die beiden Weltkriege hatten wir auch unsere dunklen Kapitel. Ich gehöre sogar zu denen die stolz darauf sind, dass wir uns ein Denkmal der Schande in die Hauptstadt gepflanzt haben, statt immer nur der eigenen Gefallen zu gedenken.

Allerdings fand ich die Forderung, dass es exklusiv für jüdische und nicht für alle anderen Holocaust-Opfer sein soll, unverschämt.

@LordCaramac @andre_meister

Wenn andere aus unseren Fehlern lernen könnten, ließe sich viel Leid vermeiden.

@andre_meister Es gibt viel zuviel Ausland in der Welt, das muß alles wesentlich deutscher werden. Oder so.