#GEDANKENBLITZ | Wertschätzung

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Man hat mir irgendwann von einem Firmengründer erzählt, der jeden Morgen am Werkstor jeden einzelnen Mitarbeiter persönlich begrüßte – und das bis ins hohe Alter hinein. Auf die Frage, weshalb er das tue, soll er geantwortet haben, dass er zwar die Idee und das Startkapital beigesteuert habe, die eigentliche Arbeit jedoch von seinen Mitarbeitenden geleistet würde. Ohne sie gäbe es das Unternehmen und die Maschinen, die sein Unternehmen baut, nicht. Es gäbe außer ihm niemanden, der seine Maschinen im Sinne höherer Qualität weiterentwickeln würde. Und genau deshalb sei er dankbar, dass seine Mitarbeitenden jeden Tag aufs Neue in die Fabrik kämen, um gemeinsam mit ihm an der Zukunft des Unternehmens zu arbeiten.

Diese Geschichte erzähle ich immer wieder gerne. Auch wenn ich nicht weiß, ob sie so stimmt. Sie gefällt mir, weil sie zum Ausdruck bringt, dass gegenseitiger Respekt und Wertschätzung keine leeren Phrasen sind, sondern sich auch aus der Notwendigkeit ergeben, dass wir nur in der Zusammenarbeit mit anderen echte Ergebnisse erzielen können. Jede Form von Arbeit, die jemand leistet oder beiträgt, hat es verdient, wertgeschätzt zu werden, denn sie trägt zum großen Ganzen bei. Selbst wenn wir sie noch so „gering” ansehen. Ohne den Beitrag jedes Einzelnen wird es nichts. Daher hat auch jede(r), der/die etwas beiträgt, es sich redlich verdient, mit Respekt und Wertschätzung behandelt zu werden. Sich dessen immer wieder bewusst zu sein, macht nicht nur demütig, sondern ist aus meiner persönlichen Sicht die stärkste Form der Anerkennung und Wertschätzung. Außerdem würde ich behaupten, dass wir dank dieser Erkenntnis auch nachhaltiger mit dem umgehen, was andere geschaffen haben.

#Anerkennung #Wertschätzung