1/7
Zusammenstehen und Hoffnung machen
Eindrucksvolle Szenen gab es bei einer Kundgebung für Demokratie in #neckargemund – Appelle vor der Landtagswahl

Im Menzerpark versammelten sich die Menschen und sangen gemeinsam Lieder, bevor sie zur anschließenden Lichter-Demonstration durch die Altstadt Neckargemünds aufbrachen.
Neckargemünd: Hunderte kleiner Lichter flackerten am Samstagabend im dämmrigen Menzerpark – und mit ihnen ein großes Versprechen. Rund 450 bis 500 Menschen waren gekommen
...

2/7
...
, um bei der Aktion „Licht an für Demokratie“ ein Zeichen zu setzen. Eingeladen haten die „Omas gegen Rechts Neckargemünd.Plus“. Eine Woche vor der Landtagswahl wollten sie sichtbar werden. Und sie wurden es. Schon das Bild im Park war beeindruckend: Enkel, Kinder, Eltern und Großeltern standen Seite an Seite. Manche hielten einzelne LED-Kerzen, andere ganze Lichterketen.
Für die rund 25 Frauen der Omas gegen Rechts sprach Jutta Hufnagel. Ihre Botschaft war klar:
Demokratie lebt von
...
3/7
...
Menschen, die nicht wegsehen, nicht schweigen. Von Menschen, die aufstehen – respektvoll und solidarisch. Heute stehe man nicht gegen etwas, sagte Hufnagel, sondern für etwas: für Erinnerung, für Menschlichkeit, in Verantwortung für Kinder und Enkelkinder. Freiheit und Demokratie seien nicht selbstverständlich, sie dürfen nicht verhandelbar sein. Darum stehe man hier – friedlich, würdevoll, kraftvoll. Für Vielfalt, für Menschenrechte, gegen Angst und Ausgrenzung. Man wolle ein Band
...
4/7
...
aus Hoffnung, Mut und Zusammenhalt knüpfen. Ein Zeichen setzen, dass Neckargemünd sich nicht spalten lasse.
Liedzettel waren verteilt worden und Susanne Weller stimmte die Menge auf die Melodie von Freude schöner Götterfunken ein. „Freiheit, Gleichheit, Recht für alle, strahlen hell in unsere Welt“, sangen
die Menschen, und der Refrain „Steht zusammen, freie Menschen, schützt das Recht in jedem Land“ hallte durch den Park – kein perfekter Chor, aber ein entschlossener.
Nachdem
...
5/7
...
Anne Gransow den Ablauf erklärt hatte, zog die Lichterkette vom Menzerpark hinauf zum
Stadttor. Dort verteilten sich die Teilnehmer auf beide Straßenseiten und bewegten sich die Hauptstraße entlang bis zur Neckarstraße. Eine lange Menschenkette entstand, ein leuchtendes Band
durch die Altstadt. Als die Demonstrierenden den Neckarlauer erreichten, war es ganz dunkel geworden. Auf Kleingemünder Seite leuchtete in großen, beleuchteten Buchstaben das Wort Menschenrechte. Noch einmal wurde
..
6/7
...
gemeinsam gesungen und skandiert. „Everybody, macht die Lichter an“, klang es rhythmisch, begleitet von Klatschen und Fingerschnippen. Zur Melodie von „Hejo, spann den Wagen an“ sangen die Menschen überzeugt: „Licht an für Demokratie, die gefährdet ist wie nie, halten wir zusammen“.
Juliane Graebener-Müller erinnerte daran, dass Neckargemünd an diesem Abend Teil eines großen Kreises sei. Zeitgleich fanden in ganz Baden-Würtemberg Aktionen der Omas gegen Rechts statt. Am Ende dankten
...
7/7
...
die Veranstalterinnen allen, die die Demonstration ermöglicht hatten – den Ordnern in Warnwesten, der Polizei, allen Unterstützern. Unter den Teilnehmenden waren auch Landtagsabgeordneter Hermino Katzenstein und Bürgermeister Jan Peter Seidel. Doris Prinzl- Wimmer zitierte für das Schlusswort Eleanor Roosevelt, die Mitverfasserin der UN-Charta der Menschenrechte: „Wo beginnen die Menschenrechte? An jedem kleinen Ort, ganz in deiner Nähe.“