Der aus der Kohleförderung im Rheinischen Bergbaurevier resultierende ökologische Wahnsinn erreicht die nächste Stufe. Um die Tagebaue Hambach und Garzweiler mit Wasser aufzufüllen und die von RWE versprochenen Freizeitresorts zu schaffen, soll der Rhein mit einer Menge von 18 Kubikmetern pro Sekunde abgepumpt werden.

Offensichtlich ist RWE noch nicht bekannt, dass auch in Deutschland Süsswasserknappheit existiert, dass die Gletscher der Alpen in absehbarer Zeit verschwunden sein werden und auch von dort immer weniger trinkbares Wasser die Flüsse Deutschlands erreichen wird.
Da die Auffüllung der beiden Tagebaue Jahrzehnte dauern wird, während derer sich die Klimakatastrophe steigern wird, handelt es sich hier wohlwollend gesagt um einen Schildbürgerstreich, im Klartext allerdings um einen Angriff auf die Lebensressourcen aller Menschen.

#Wasser #Hambi #RWE #Klima #ClimateJustice #fff

https://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/elsdorf-tagebau-hambach-leitung-wasser-rhein-100.html

Tagebau Hambach als See: Baustart für Rheinwasser-Pipeline in Elsdorf

Der Tagebau Hambach soll mit Wasser aus dem Rhein zu einem See werden. RWE baut dafür eine rund 45 Kilometer lange Rohrleitung

wdr.de
@dhayannada
Laienhafte Frage: Wenn das Wasser aus dem Rhein statt ins Meer zu fließen einen Binnensee auffüllt, ist das nicht besser für das Klima vor Ort und die lokalen Wasserressourcen? (Freilich darf man den Rhein nicht austrocknen.)

@confessio

Ich bin ebenfalls kein Experte, aber glaube zum einen, dass die Kritik an dem Projekt, das Wasser werde durch die toxischen Hinterlassenschaften des Tagebaus dauerhaft kontaminiert, zu bedenken ist, und habe vor allem den absoluten Mangel im Sinn, wenn es künftig um die Versorgung der Bevölkerung mit Nahrung und Trinkwasser geht, um von der intensiven Wassernutzung der Güter erzeugenden Industrie nicht zu sprechen.

Ich glaube sogar, dass die Niederrheinische Region von solchen Seen profitieren könnte, zumal die Tagebauen den Grundwasserspiegel weit über die RWE-Flächen hinaus haben sinken lassen. Aber im Verhältnis zu den Mangelsituationen, die Klimawissenschaftler:innen mittel- bis langfristig prognostizieren, wäre die Wasserentnahme aus dem Rhein für die anliegenden Regionen zwecks direkter Nutzung in Landwirtschaft etc. wohl allemal weniger verlustintensiv. So wird heute schon überlebt, wie Wasser im Ackerbau effizienter zu nutzen sein wird, etwa durch gezielte Versorgung einzelner Pflanzen.