@DonVanWin #BiBesch Ein Sharepic von Watson mit einem Zitat von Hape Kerkeling aus der Zeit: "Eigentlich strebt doch der Mensch danach, dass es ihm besser geht. Im Moment scheint es mir aber, dass es vielen Menschen reicht, wenn es den anderen schlechter geht. Dass sie sich dann besser fühlen. Und das ist eine ganz schlimme Tendenz. Da fängt Faschismus an."

@DonVanWin

Für den Effekt gibt es zahlreiche Erklärungen.

Klar, wir setzen alles in Beziehung zueinander und vergleichen uns und unsere Position mit unserer Wahrnehmung der Welt.

Aber wie weit geht das?
Welcher Teufel reitet uns?
Und warum scheinen wir uns manchmal sogar mit Absicht zu schaden?

Das „Multi-Instanzen-Modell“ (Freud & Co.)
Evolutionspsychologie: Überleben vs. Glück
Hedonistische Tretmühle
Die „Schattenseite“ (C.G. Jung)
Das Bedürfnis nach Intensität statt Wohlbefinden

@DonVanWin

Viele suchen geradezu "negative" Erfahrungen (Horrorfilme, Extremsport, toxische Beziehungen), weil sie Intensität über Wohlbefinden stellen. Ein ruhiges, "besseres" Leben kann als langweilig empfunden werden, weil ein Teil unserer Psyche Reize und Drama braucht, um sich lebendig zu fühlen (Wenn es dem Esel zu wohl wird, geht er aufs Eis.)

@DonVanWin

Wenn wir akzeptieren, dass wir nicht einfach nur glücklich sein wollen, sondern ein Schlachtfeld von miteinander kämpfenden Triebe sind, ändert sich der Blick auf unser Handeln:

Selbstsabotage ist dann kein Fehler auf ganzer Linie, sondern ein Sieg eines anderen Teils unserer Psyche.

Unzufriedenheit ist dann kein Zeichen dafür, dass wir falsch leben, sondern ein biologisches Signal, das uns antreiben soll.

@DonVanWin

Es ist also ein Kampf zwischen dem rationalen Ich, das ein bequemes und harmonisches Leben plant, und den archaischen Instinkten, die eher auf Stimulation, Dominanz oder Abenteuer aus sind.

Man kann das auch im Griff haben, ohne sich mit Psychologie zu beschäftigen.
Viele sind aber denkfaul und haben keine Selbstreflexion während sie gegen Ratschläge imun sind.

Dem jeweiligen Zeitgeist blind zu folgen erscheint dann naheliegend und erfolgversprechend.

Gegenmittel:
Selbstreflexion

@DonVanWin

Ich wollte ich wäre ein Schaf.

Was steht an?
Was will ich warum?
Was muss ich wofür?
Was ist dringend?
Was ist wichtig?
Was ist richtig?
Was ist machbar?
Was muss ich bedenken?
Was ist denn Aufwand wert?
Und das waren nur die wichtigsten Was-Fragen.