Hallo Fediverse!

Ich habe den Weg hierher nach einem Gespräch mit Freunden gefunden. Wir haben uns über die politische Instrumentalisierung des Internets in vielen Ländern Gedanken gemacht und uns nach echten Alternativen zu den kommerziellen Riesen gesehnt – quasi ein ‚Back to the Roots‘ zu Foren oder StudiVZ, aber modern und unabhängig.
Ein Tipp führte mich zu ‚Diday‘ (bzw. dem dezentralen Netz), und die Plattform „katholisch“ passt für mich.

Zu mir: Ich bin nah an der 50 und Franziskaner im Dritten Orden (OFS). Als Laie lebe ich ganz normal im Alltag. Ich freue mich auf einen respektvollen Austausch auf Augenhöhe.

#Vorstellung #Diday #Digitalesouveränität #Franziskaner #Kirche #gemeinde #NeuHier

@taupunkt
Oh, sehr schön! Spirituelle Menschen kann es hier gerne noch mehr gebrauchen!
Lieber Segensgruß!
@wortsalatfinchen Vielen Dank Wortsalatfinchen. Das Internet ist wohl eher nerdig als spirituell, hm? :)
@taupunkt
Ja, zumindest ist eine entsprechende Färbung sichtbar.
Ich finde das aber nicht schlimm, sondern ebenfalls sehr inspirierend, jedoch treffen da gerne Welten aufeinander....
@wortsalatfinchen Was sicher auch mit dem Durchschnittsalter zu tun hat. Ich sage mal, der Altersdurchschnitt in der Gemeinde ist nicht direkt nerdig :)

@taupunkt

Mir scheint, hier sind aber doch eher Mittelaltrige unterwegs.
Ja, bei Kirchens ist eher 60+ üblich. Ein großes Problem der großen Kirchen- zumindest, was den Gemeinschaftsaspekt angeht.

@wortsalatfinchen Wo soll es schließlich herkommen. Organisierte Religion spielt in den wenigsten Gegenden eine Rolle. Das hat demographische, kulturelle und gesellschaftliche Gründe. Wo sich Gemeinden für Menschen öffnen wollen, bieten sie meistens einfach nur Freizeitangebote, was sozialpädagogisch sinnvoll ist, aber nicht die "spirituelle" Seite bedient. Das Wort spirituell setze ich in Anführungszeichen, weil die Idee, einen Gegensatz aufzustellen, verkehrt ist. Das Christentum vermittelt seinen Markenkern schlecht, die ganzen Missbrauchsproblematiken kamen noch hinzu, dass Kirche als moralische Institution ihre Autorität verloren hat.

@taupunkt
Das sind sehr reflektierte Zeilen. Danke dafür!
Ich erlebe Gemeinden oft als sehr starr, wenig flexibel oder offen für das 21.Jahrhundert.Angebote für Menschen nach der Konfirmation gibt es selten, das "spirituelle" scheint auf den Sonntag vormittag reduziert- unter der Woche gibt es die Gemeinschaft nur auf dem Papier. In anderen Strömungen ist es zwar weitaus offener, was Angebote angeht- aber da gibt es dann wieder theologische Indifferenzen/ Intoleranzen.

Es ist kompliziert!

@wortsalatfinchen Kommt natürlich darauf an, was unter "offen für das 21. Jahrhundert" verstanden wird. Mir schwingt dabei immer der Wert mit, dass das "21. Jahrhundert" pauschal positive Werte hätte. Hier wäre auch zu fragen, welches 21. Jahrhundert. Wie sahen z.B. manche Staaten im Nahen Osten vor einigen Jahrzehnten im Vergleich zu heute aus? Jede Zeit und Gesellschaft hat positive wie negative Seiten. Der Zeitgeist ist nicht immer der beste Ratgeber. Kann man übrigens auch gegenüber den Konservativen immer gerne betonen, die häufig nicht sehen, dass ihre Positionen genauso Zeitgeist sind, nur eben nicht der aktuelle. Würde Dir grundsätzlich zustimmen, aber die Frage nach offenen Angeboten braucht manchmal auch den kritischen Blick auf die Intention.