Es steht die (genehmigte) Installation einer Wallbox in der Garage an. Wir sind derzeit die ersten und auf absehbare Zeit wohl einzigen im Mehrfamilienhaus, aber irgendwann später wird die Wallbox sicherlich in ein Lastmanagement eingebunden werden müssen.

Gibt es Empfehlungen für Wallbox-Hersteller (die vielleicht mehrere Systeme unterstützen)? Hat sich irgendein Lastmanagement-Standard/System am Markt entscheidend etabliert? Beim Thema Wallbox stehe ich noch am Anfang …

Alternativ: Die tägliche Fahrleistung ist überschaubar, prinzipiell würde auch die Leistung der in der Garage vorhandenen Steckdose für ein ausreichendes nächtliches Laden genügen. Die vorhandene Installation ließen wir dann natürlich noch von Elektriker:innenhand prüfen. Praktiziert jemand das Laden über eine Haushaltssteckdose?

#Wallbox #Wallboxen #Lastmanagement

@musenhain
Ja. Haushaltssteckdose funktioniert bei mir gut. Kleine Fahrleistung, kleiner Akku und eigentlich nie überraschende dringende Termine.
@Penelope Wie lange hängt das Fahrzeug bei Dir dann in der Regel am Stück an der Steckdose? Hast Du jene vorher überprüfen lassen, ob sie für Dauerbelastung gut genug in Schuss ist?

@musenhain
Also, ich lade an zwei verschiedenen Orten. An beiden Orten ist die Elektrik in den 2000ern neu gemacht worden.
Ich habe beim ersten mal nur "geprüft", ob was warm wird.
Laden dauert beim Smart je nach Restfüllstand 8-10h.
Über Nacht also kein Problem, wobei ich lieber tagsüber auch das Balkonktaftwerk mit ausnutze.

Mobile Wallbox kling interessant ...

@musenhain ich weiß nicht, ob Lastmanagement überhaupt über mehrere Zähler hinweg geht. Insofern würde ich das für den Anfang vernachlässigen. Und ggf. wenn es irgendwann in ein paar Jahren aktuell wird, die Wallbox tauschen. Die entwickeln sich ja auch weiter.
Haushaltssteckdose: ja, schon gemacht, wenn nix anderes da war.

@andijah @musenhain

Ich vermute, hier geht es um ein Elektroauto? Nicht Zuhause, aber vor zwei Wochen auf dem Zeltplatz, mit ganz normaler Steckdose. Hat etwa einen Tag gebraucht, die Zeit hatten wir aber.

@petros Ich nehme an, auch diese Steckdose war nicht extra nur zum Autoladen gedacht, oder? Danke auch für diesen Bericht, dann sehe ich die Haushaltssteckdose wieder etwas näher an die Alltagspraxis gerückt.
@andijah
@musenhain @andijah Das war eine ganz gewöhnliche Steckdose.

@andijah Dem Installationsbetrieb würde ich mitteilen, dass da später ein Lastmanagement hinzukommen könnte. Ich hoffe stark, die können mir dann erläutern, was das für die Installation bedeutet und welche Optionen ich habe.

Wobei ich jetzt nach @Penelope s Bericht (und da Dir wohl auch noch keine Gelegenheitssteckdose abgefackelt ist) durchaus darüber nachdenke, vielleicht doch mit der Wallbox erst mal abzuwarten. Die meiste Zeit ist die Gemahlin mit unserem Fahrzeug unterwegs und ihre Alltagsdistanzen dürften sich selbst mit nur 2 kW Ladeleistung über Nacht problemlos überkompensieren lassen.
Wenn ich mal zu einem Auftritt unterwegs gewesen sein sollte, dürfte der anschließende Sonntag wiederum genügen, damit davon am Montag beim Akku nichts mehr zu merken ist.

@musenhain wenn ich ehrlich bin, doch, ich habe eine Steckdose kaputtgemacht, allerdings lag das daran, dass sie lange nicht genutzt war (Außensteckdose) & ich sie nicht auf Bewohnerinnen (hier: große Spinne) geprüft hatte, bevor ich wie gewohnt den "Ladeziegel" (Spitzname für das 220V Ladegerät vom Ampera e) anschloss. Aber davon abgesehen, nein, nie ein Problem. Ladeleistung am Auto auf 6A statt 10A begrenzen, sorglos laden. Jahrelang so gemacht, wenn ich meine Eltern besucht habe. @Penelope

@andijah Ok, Spinnenbezug ist auch in der Garage durchaus nicht ausgeschlossen, aber bei der vorhandenen und hin und wieder genutzten Dose in den letzten 20 Jahren nicht vorgekommen.

Die Begrenzung auf 6 A rein vorsichtshalber oder weil es tatsächlich nicht empfohlen wird bzw. riskant ist, die Steckdose bei Dauerbelastung mit 10 A zu nutzen?
@Penelope

@musenhain rein vorsichtshalber - weil ich die Hauselektrik gut kannte.
@andijah Dann werde ich in unserem Fall bei Verzicht auf die Wallbox und Nutzung der normalen Dose auf jeden Fall die Überprüfung durch einen Fachbetrieb vornehmen lassen, um vermeidbare Risiken auszuschließen bzw. ggf. die 10 A ermöglichen zu lassen, sofern, äh, möglich. 🙂

@musenhain Disclaimer: Ich kenne mich mit Lastmanagement im MFH etc. nicht aus. Aus der persönlichen Erfahrung werfe ich noch folgende Alternative ins Rennen:
Wir haben uns eine "kleine rote"-Steckdose (16A/11kW) nach außen ans Haus legen lassen und nutzen zum Laden des E-Autos einen Juice-Booster (aka "mobile Wallbox"). Der kommt mit Adaptern für jeglichen Anschluss (vom Schukostecker bis zur 22kW-Dose).

(1/2)

@musenhain Die 11kW sind nicht genehmigungspflichtig (Info an den Netzbetreiber genügt) und beim 52kWh-Akku der Zoe genügt die Nacht dicke zum Vollladen. Das passiert bei. uns ca. 1x pro Woche.

Die Außensteckdose können wir am Sicherungskasten innen aktivieren, damit keiner uns den Strom mopst.

(2/2)

@tastenzeux Bei uns geht es ja ums Laden in der Garage. Der Zähler- und Sicherungsschrank für unser Teilgebäude befindet sich im Prinzip direkt neben unserer ins Gebäude „eingelassenen" Garage. Installationstechnisch haben wir also alle Optionen (und auch von der Gemeinschaft alle Genehmigungen Durchbrüche zu machen, Rohre zu verlegen usw.).

Was wäre jetzt bei unserer Konstellation der Vorteil einer neu verlegten 11 kW-Steckdose in Kombination mit so einer mobilen Wallbox im Vergleich zu einer gleich fest installierten Wallbox?

@musenhain 1) Ich hoffte, die Kombi 11 kW-Dose + Juice Booster würde deine Eingangsfrage nach einer Wallbox, die später in ein Lastmanagement eingebunden werden muss, umschiffen.
2) 11kW ist nicht genehmigungspflichtig und lädt 3x so schnell wie die Haushaltsdose.
3) Dazu die weiteren Vorteile der mobilen Wallbox: Du kannst sie mitnehmen und wo immer Du bist mit was immer Du an Dose vorfindest, laden.

@tastenzeux Vorweg: Es ist sehr gut möglich, dass mir zum Nachvollziehen manchen Gedankengangs Hintergrundwissen/Praxis fehlt. 😬

1) Wenn wir uns eine 11 kW-Dose in die Garage legen lassen würden, müsste eben deren Leistungsfähigkeit anstatt der einer Wallbox ins Lastmanagement eingebunden werden (oder irgendwie der Juice Booster). Letztendlich geht es ja darum, dass am Grundstück seitens des Netzbetreibers maximal x kW angeliefert werden können und die dann aber auf alle Parteien irgendwie fair verteilt werden müssen. Da kann ich nicht einfach fröhlich pfeifend darauf verweisen, dass halt meine Steckdose z. B. die Hälfte der freien Kapazität bereits verbrät. 🙂

2) Das ist klar, das wäre ja aber auch mit der festen Wallbox so.

3) Ok, wenn das im Alltag oft eine Rolle spielt, ist das sicherlich ein Vorteil. Kann ich jetzt für uns überhaupt nicht ab- und einschätzen.

Habe gerade mal ein wenig herumgeschaut - einen Juice Booster 2 finde ich ab rund 750 Euro, bei den Wallboxen geht es bei rund 300 Euro los. Vielleicht hast Du auch etwas den Camperunterwegsblick auf die Angelegenheit. Wir schielen eigentlich nur aufs Laden in der Garage (mit dem Risiko, damit etwas für uns doch Relevantes zu übersehen). 🤷‍♂️

@musenhain Jep. Alles richtig. Vermutlich ist meine Erfahrung einfach inkompatibel zur Aufgabenstellung. Ich hoffte halt, evtl. den entscheidenden Aspekt beisteuern zu können, der alle Vorteile vereint bei gleichzeitiger Eliminierung aller Nachteile.
@tastenzeux Ich behalte den Juice Booster auf jeden Fall im Hinterkopf. Aktuell sehe ich zwar für uns keinen Vorteil, eher zusätzliche offene Fragen hinsichtlich eines zukünftigen Lastmanagements, aber wir sind ja bei dem Thema auch noch ziemlich unsortiert. Vielleicht blitzen da noch irgendwann unerwartete Lichter der Erkenntnis auf. 🙂
@tastenzeux Wie auch immer es bei uns ausgehen wird: Vielen Dank für die Beschreibung, wie ihr die Aufgabenstellung bei euch gelöst habt.

@musenhain Kann leider nicht aus eigener Erfahrung berichten, aber hier gibt es zum Thema eine Studie als PDF-Datei mit verschiedenen Wallboxen.
Sind auch viele technische Details enthalten.

https://solar.htw-berlin.de/studien/wallbox-inspektion-2025/

Wallbox-Inspektion 2025

Wie effizient sind aktuelle Wallboxen beim Laden mit solarem Überschuss? Die neue Studie der HTW Berlin liefert Antworten.

HTW Berlin
@db_geek Danke für den Link, lese ich mir durch.
@musenhain Keba hatte vor ca. 3 Jahren ein vernünftiges flexibles System, mittlerweile gibt es sicher mehr vernünftige Lösungen. Keba hatte Master und Slave Wallboxen. Die erste musste ein Master sein und man konnte die immer jeweils um 10 Slaves erweitern
@mmuenzl Danke, die Anregung nehme ich gern in die Notizen für die Zeit mit auf, wenn es um die Implementierung eines Lastmanagements am Gebäude gehen wird. Wobei in Eigentümergemeinschaften oft gute Argumente vorliegen müssen, damit nicht auf das günstigste Angebot, sondern einen bestimmten Anbieter zurückgegriffen wird. Deswegen auch die Frage nach einem Standard, mit dem man vielleicht mit unserer evtl. jetzt installierten Box möglichst viele Möglichkeiten hat, an später installierte Systeme „anzudocken".
@musenhain in unserem Fall hat sich die Eigentümergemeinschaft auch für eine andere Lösung mit Mennekes WB und separatem Lastmanagement entschieden. War allerdings eine TG mit 100 Stellplätzen und 3 ETGs mit jeweils separatem Stromanschluss 🫣
@mmuenzl Ok, das ist nochmal ein ganz anderes Kaliber als bei uns. 🙂
@musenhain gute Lösungen gibt es auch bei https://www.e3dc.com
@mmuenzl Nehme ich ebenfalls in die Liste auf. Aktuell versuche ich halt vor allem zu erorakeln, auf welche Lösung es seitens der Gemeinschaft zukünftig hinauslaufen könnte. Wobei ein informierter Vortrag zu Vorzügen einzelner Anbieter dann durchaus Wirkung entfalten könnte.
@musenhain das macht auf jeden Fall Sinn. Denke auch an MID konforme Wallboxen für Dienstwagennnutzer. Da gibt es unterschiedliche Vorgaben von Firmen mit OCPP Zugriff und natürlich integriertem NFC Reader.

@musenhain

Bitte, bitte, installiere gleich eine Bidirektionale.
Das wirst Du spaeter dann nicht nachruesten muessen und man kann sogar jetzt schon Geld damit verdienen.

@cmister26 Danke für den Hinweis. Stimmt, das wäre sinnvoll. Keine Ahnung, ob das der verbaute Zähler des Netzbetreibers schon unterstützt, aber die eigene Technik sollte in der Tat bereits darauf vorbereitet bzw. dazu in der Lage sein.