Signal ist US-amerikanisch und unterliegt FISA sowie dem CLOUD Act. Behörden können Daten anfordern – auch mit Maulkorberlass, ohne dass Signal es öffentlich machen darf.

Aber: Signal hat technisch kaum etwas herzugeben. Keine Inhalte, keine Kontaktlisten, nur Registrierungsdatum und letzter Login. Durch reale Gerichtsverfahren belegt.

FISA ist ein aufwendiges Geheimgerichtsverfahren – das wird nicht gegen einzelne Journalisten oder Aktivisten angestrengt. Wer gezielt überwacht wird, bekommt kommerzielle Spyware auf sein Gerät – Pegasus, Predator, FinFisher und Konsorten. Dann ist der Messenger egal. Der Angreifer liest mit, bevor die Nachricht verschlüsselt wird.
Die Schwachstelle ist das Endgerät, nicht das Protokoll.

#Signal #Surveillance #Spyware #Datenschutz #FISA #CloudAct

Signal schützt vor Massenüberwachung – und das zuverlässig. Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, minimale Metadaten, Open-Source-Code. Kein anderer Mainstream-Messenger steht da besser da.

Wer Angst vor seinem Mobilfunkanbieter hat, vor Vorratsdatenspeicherung oder vor dem neugierigen ISP – Signal ist die richtige Wahl.

Wer hingegen ins Visier eines Geheimdienstes oder einer autoritären Regierung gerät, hat ein anderes Problem. Dann reicht kein Messenger der Welt. Dann muss das gesamte Gerät abgesichert sein – und selbst das ist gegen professionelle Spyware schwer.

Signal ist kein Allheilmittel. Aber für den Alltag der meisten Menschen ist es das Beste, was es aktuell gibt.

#Signal #Datenschutz #Verschluesselung #Surveillance #Privacy

Jetzt kommen wieder die Messenger-Debatten. Matrix! Threema! XMPP! Delta Chat!

Klar, Alternativen gibt es viele.

Der Umstieg auf einen sicheren Messenger scheitert fast nie an der Technik. Er scheitert daran, dass deine Kontakte nicht mitziehen. Ein Messenger, den du alleine nutzt, ist nutzlos – egal wie sicher er ist. Signal funktioniert, weil er einfach genug ist, dass andere ihn auch wirklich installieren. Keine Serverwahl, keine Konfiguration, einfach runterladen und los.

@kuketzblog Es ist nicht der Messenger, der dann nutzlos ist sondern die Menschen, welche aus Bequemlichkeit oder Ignoranz nicht mitziehen wollen. Man muss solche Menschen einfach mal zurück lassen. Wegen solcher Menschen die eigene Sicherheit und Privatsphäre schwächen kommt für mich nicht in Frage. Wer wirklich Kontakt haben will, wird sich entsprechend bemühen.
@halleandert @kuketzblog
Das ist halt problematisch, wenn du am Ende allein auf deinem Baum sitzt. „Solche Menschen“ sind halt in der Regel genau die, mit denen du dich austauschen möchtest.
Ich hab da echt keine Lösung.
Wie ich schon mal geschrieben hatte: hier, wo ich lebe, ist ein öffentliches Leben ohne WhatsApp und FB eigentlich nicht vorstellbar. Habe beide Plattformen überhaupt erst betreten, weil ich hier sonst überhaupt kein Bein in die Erde gekriegt hätte.
@LaOroBob @kuketzblog Ich habe diese Dienste immer strikt abgelehnt. Kontakt zu haben ist immer ein beiderseitiges Interesse. Sich einen kostenfreien sicheren Messenger zu installieren ist kein Hexenwerk, zumal man sicherlich auch Hilfe bei der Einrichtung bekommt wenn man darum bittet. Tut mir leid aber alles andere sind einfach Ausreden. Bequemlichkeit an der falschen Stelle toleriere ich genauso wenig wie Ignoranz gegenüber meinem Bedürfnis nach Sicherheit und Privatsphäre.