Nach 55 Jahren Aktivismus, mal mehr mal weniger, bin ich ermüdet. "Nichts geschafft!", ist meine bittere Bilanz. Außer Demolatscherei, das Entfernen von Nazi-Parolen, Kleben von Stickern und selbstverständlicher Courage im Alltag, ist da jetzt mit 70 nicht mehr viel geblieben. Das System wandert offenbar unaufhaltsam in den Totalitarismus und den Untergang.

Der Frust macht traurig. Hätten wir mehr tun sollen, doch was hilft noch gegen die Faschisierung? Nicht ins Private flüchten, nicht wegschauen, sich nicht fügen, kein Duckmäuser werden. Das ist doch klar. Doch im langen Streben zum Ende hin, bleibt die Vision einer herrschaftsfreien und selbstbestimmten Gesellschaft mehr Trost als lodernde Flamme.

Ich habe den Anschluss verloren...

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Du bist allen, die nach dir kommen, ein Vorbild gewesen.

Danke fürs Latschen, danke fürs Entfernen, und danke einfach dafür, dass du Rückgrat hattest.

Und: es ist manchmal schwierig, das so zu sehen, aber jeder blockierte Naziaufmarsch zählt, jede Nazipropaganda die im Mülleimer gelandet ist, zählt. Zumindest kann mensch manchmal verhindern, das es noch schlimmer wird.

Auf dass wir irgendwann frei sein werden !

@tocomplymeanstolie

@crabby Danke Dir! Das gibt Kraft.