Beim Spaziergang in meinem #Warschauer Viertel an einem Gebäude ein Schild mit russischer Aufschrift gefunden („Wir bitten, laut in das Mikrofon zu sprechen“). Gewundert, das Gebäude genauer angeschaut (riesiger Komplex, verwahrlost, überall Überwachungskameras, Metallzaun). Im Internet erfahren, dass das bis vor wenigen Jahren offizell die Schule der russischen Botschaft war. #Polen hat das Gebäude 2023 per Gerichtsvollzieher konfisziert, nachdem Russland sich jahrelang geweigert hatte, 1/
das Gebäude zurückzugeben. In den Schulräumen fand man damals nicht nur ein Putin-Portrait, sondern auch eine Stalin-Büste. Zum Komplex gehörten Wohnungen verschiedener Größe, es sei unklar, wer alles da gewohnt hat, „wahrscheinlich Botschaftsmitarbeiter“, sagte ein Vertreter der Stadtverwaltung einem Fernsehsender damals. Die Russen sollen nach dem Gerichtsurteil nur wenige Stunden Zeit gehabt haben, den Komplex zu verlassen. 2/
(Ich glaub ja, dass das „Wir bitten…“ der in #Polen üblichen Höflichkeit geschuldet ist. Klingt ungewöhnlich für ein russisches Schild dieser Art) Fotos im verlinkten Artikel: https://wiadomosci.onet.pl/warszawa/to-zostawili-po-sobie-rosjanie-zaskakujace-zdjecia-ze-szkoly-w-warszawie-zdjecia/wl5z0t5
To zostawili po sobie Rosjanie. Zaskakujące zdjęcia ze szkoły w Warszawie [ZDJĘCIA]

Szkoła przy ambasadzie Rosji w Warszawie została rok temu przejęta przez stołeczny ratusz. Miało to związek z przeprowadzeniem przez Warszawę postępowania egzekucyjnego, dotyczącego budynku ul. Kieleckiej 45, w której uczyły się dzieci dyplomatów i wojskowych.