Ich bin weder Techie noch IT-Nerd und nutze seit 18 Jahren (souveräne) Open Source Software und zwar auch als Anwältin (inklusive Software für „Fachverfahren“), und erst der Bundestag zwang mich (teilweise) zurück in die Windowswelt. Es wäre schön, das ließe sich beheben.

Ich bitte daher um Aufmerksamkeit für diese Vortragsreihe der @informatik — ich bin sicher, es wird dazu auch eine Aufzeichnung geben, die bereitgestellt werden kann (gerade nicht gefunden).

https://gi.de/meldung/did-you-know-betriebssysteme-als-fundament-digitaler-unabhaengigkeit

DiD you know – Betriebssysteme als Fundament digitaler Unabhängigkeit

DiD you know? Nächste Woche ist wieder Digital Independence Day. Die GI begleitet den monatlichen Aktionstag mit einer Webinar-Reihe zu den Hintergründen digitaler Unabhängigkeit. In der kommenden Folge geht es in den Maschinenraum: Lohnt sich der Wechsel zu einem Open-Source-Betriebssystem?

@AwetTesfaiesus Ich bin immer noch ein bisschen perplex, über die Kombination von „Bundestag“ und „gezwungen“. Hätte jetzt naiverweise gedacht, dass die Unabhängigkeit der Abgeordneten sich auch auf etwas wie „Bitte kommunizieren Sie in offenen Formaten mit mir!“ erstreckt.

@HeptaSean @AwetTesfaiesus Wenn man den Bundestag wie ein Unternehmen betrachtet, das rund 6400 Laptops verwaltet, die die lokale IT unter Kontrolle (Benutzerrichtlinien, Software-Management) haben will, dann ergibt Windows schon halbwegs Sinn.

Ich würde aber - ohne tiefere Einblicke zu haben - ein Parlament nicht wie ein Unternehmen betrachten, sondern eher wie eine Uni, mit den Fraktionen als Verantwortliche für das, was sie mit ihren Laptops tun.

@kontrollierterWahnwitz @HeptaSean @AwetTesfaiesus
Der Bundestag könnte sich mal erkundigen, wie die Umstellung diesbezüglich in Schleswig-Holstein und Thüringen erfolgt ist. In den Ländern sind die Microsoft Lobbyisten offenbar an ihre Grenzen gestoßen.
@61hein @kontrollierterWahnwitz @AwetTesfaiesus Die Verwaltung eines Bundeslandes und die Verwaltung eines Parlaments haben jetzt nicht so viel gemeinsam, dass ich da tiefere Erkenntnisse erwarten würde.

@HeptaSean @61hein

Ja. Dazu kommt, dass man es sich ein wenig zu einfach macht, wenn man den Erfolg von Microsoft in diesem Sektor alleine aufs Lobbying zurückführt.

Microsoft war z.B. einfach 40 Jahre Meister darin, Produkte gerade so gut genug zu machen, damit man nicht schreiend weg rennt und dann ein kleineres Preisschild als die Konkurrenz auf die Schachtel zu kleben.

@AwetTesfaiesus

@kontrollierterWahnwitz Lässt sich von außen schwer sagen, was da alles dran hängt. Einen Mail-Server und ein CMS würde man ja relativ einfach so hinkriegen, dass jedes Abgeordnetenbüro selbst entscheiden könnte, womit sie das dann benutzen. Funktioniert bei vielen größeren Organisationen ganz wunderbar.

Die größte weitere Anwendung, die ich als Bürger von außen sehe, ist die Verwaltung der Drucksachen/Dokumente etc. Sowas kriegen diverse kommunale Ratsinformationssysteme durchaus BYOD-neutral hin, aber dann ist es halt auch nicht so schön einheitlich wie beim Bundestag, sondern mehr eine wilde Wüste aus PDFs zweifelhafter Qualität.

Und sehr gut möglich, dass ich da noch irgendwas Großes übersehe. @61hein @AwetTesfaiesus