Ab und zu schaue ich auf den kleinen Bildschirm, während Mastodon offen ist, und denke: "Boah, ey, wie toll könnte eigentlich unsere Technik sein, wenn nicht viele Entwicklungen der letzten Jahre in so vielen Bereichen einem total kaputten Shareholder-Value-Maximierungsansatz gefolgt wären..."
@kattascha Und sich viele hochtalentierte Menschen aus allen möglichen Fachbereichen NICHT bei Investmentbanken beworben hätten, um in kürzester Zeit extrem viel Geld zu verdienen, sondern den oft steinigen Weg in die Forschung genommen hätten.

@realbloginista @kattascha

Die Forschung macht es einem aber auch sehr schwer, da überhaupt Fuß fassen zu können.

10 befristete Verträge hintereinander an 5 verschiedenen Unis und danach de facto Berufsverbot (Wissenschaftszeitvertragsgesetz) ist irgendwie nicht so super attraktiv - zumal weder Bezahlung noch Arbeitsbedingungen besonders gut sind.

@AdmSnackbar Das trifft für die Situation in Deutschland leider zu. Das Absurde daran ist, dass Deutschland nicht gerade wenig Geld in wissenschaftliche Forschung investiert - offenbar landet es nicht immer an der richtigen Stelle und wird auch nicht langfristig eingeplant, um stabile, planbare Wissenschaftsbiografien und Nachwuchs zu fördern, siehe auch den Bericht vom Wissenschaftsrat: https://www.wissenschaftsrat.de/download/2026/3014-26.pdf?__blob=publicationFile&v=11

@kattascha

@realbloginista @kattascha

Das Geld fließt unter anderem in Verwaltungsoverhead und wird dann auch noch in der eigentlichen Arbeit verschwendet, weil die (in meiner Erfahrung) keiner Zeit hat, die Forschung überhaupt zu koordinieren.

Professoren verwenden gerne mal ein Drittel ihrer Zeit mit dem Einwerben von Drittmitteln und die Mitarbeiter müssen dann ja auch noch über die Stöckchen der Verwaltung springen.

Und ehrlicherweise ich auch viel Forschung einfach Schrott.