Da ich im Kontext von #IchBinHanna mehrmals gelesen habe, sogar der Wissenschaftsrat würde inzwischen fordern, Stellen nach der Promotion nur noch in Ausnahmefällen zu befristen: Das stimmt so nicht. Die empfehlen nach wie vor einen befristeten Postdoc von 2-3 Jahren nach der Promotion. 1/
Dafür sprechen ja auch einige Gründe: Der Wissenstransfer-durch-Mobilität insbesondere auch vom und ins Ausland, den solche Postdocs bewirken. Die Anschlussfähigkeit an das internationale System - Postdocs macht man ja oft in anderen Ländern, an entsprechend spannenden Institutionen. Im Hinblick 2/
auf die Frage, wie man das Wissenschaftssystem gerechter gestalten kann: eine Möglichkeit zum "Freischwimmen" nach der Promotion. Und wie der Abschnitt zeigt: selbst nach jenem allgemeiner empfohlenen ersten Postdoc sieht der Wissenschaftsrat durchaus den Nutzen befristeter Förderinstrumente. 3/
Genannt werden Juniorprofessuren, Nachwuchsgruppenleiterstellen, Habilitationsstellen. Nur jenseits davon (und von Projektstellen) ist die Aussage, Befristung solle "eher seltene, wohlbegründete Ausnahme" sein, nicht die Regel. Insofern: Klar ist die Wissenschaftsrat-Stellungnahme ein Gewinn 4/
für #IchBinHanna, keine Frage. Dass sich eine Institution wie der Wissenschaftsrat so klar zu den Missständen bei der Befristung positioniert, könnte ich mir ohne #IchBinHanna nicht vorstellen. Das ist einiges ins Rollen gekommen. Aber bitte bei aller Freude über das Bewirkte bei den 5/
Tatsachen bleiben. Die Extremposition im #IchBinHanna -Camp, nämlich Entfristung direkt nach der Promotion als Standard, hat der Wissenschaftsrat nicht übernommen. Aus wie ich finde nachvollziehbaren Gründen. Das umzusetzen, *was* der Wissenschaftsrat vorgeschlagen hat, inklusive 6/
"Dauerstellen für Daueraufgaben", eine klarere Regelung für den wissenschaftlichen vs. wissenschaftsnahen Beschäftigungsbereich und generell ein Zurückfahren von Befristung, wäre jedenfalls ein großer Gewinn für das deutsche Wissenschaftssystem, und ein großer Erfolg für #IchBinHanna 7/