Wieder zurück vom Freund. Er musste leider zwischendurch noch arbeiten. Aber ich hatte ein tolles Gespräch mit seiner Tochter. Sie studiert Bauingenieurwesen und wird dieses Jahr fertig.
Wir haben uns über alternatives Bauen unterhalten. Das Problem der neuen Methode ändert ist, das sie nicht in die heute gültigen Normen passen. Man darf dann trotzdem sowas anbieten. Gibt es aber Probleme, hat man bei einer Klage praktisch schon verloren, weil man sich nicht an die Norm gehalten hat.
Was müsste passieren? Die Norm muss an neue Möglichkeiten und Gegebenheiten angepasst werden.
Sie sagte mir: „Die Normen werden von Gremien verwaltet, die auch für deren Anpassung verantwortlich sind. In den Gremien sitzen aber nur alte weiße Männer, die ihr Wissen von damals haben, sich mit Neuem nicht beschäftigen und es ablehnen. Somit bleiben Möglichkeiten unerschlossen.“
Genau das beschreibt die Misere in unserem Land sehr gut. Und das ist der Grund warum uns andere Länder mit überholen.

@AlienJay Ganz formal stellen DIN Normen keine Verpflichtung dar, sie sind keine Rechtsnorm die zwingend befolgt werden muss.

Dennoch sind sie der Standard, was die "Anerkannten Regeln der Technik" angeht (Siehe §13 VOB Teil B, das wird bei Vergaben unter anderem gefordert.), weswegen eine Abweichung von der Norm gut begründet werden muss. Vorallem in der Tragwerksplanung muss man vorallem auch den Prüfstatiker von seiner Methodik überzeugen.
Und das sind halt auch oft Menschen (oft auch Männer) mit einem begrenztem Kontingent für neues.