1/ In diesem Jahr geschah etwas äußerst Seltenes. Christliche Fastenzeit und islamischer #Ramdan begannen am selben Tag. D.h. Muslime und ChristInnen können einen Monat lang die verbindende Erfahrung des gemeinsamen Fastens machen (wenngleich die Fastenbräuche natürlich unterschiedlich sind).

Heute begingen wir in #Hamburg ein gemeinsames interreligiöses Fastenbrechen (#iftar).

2/ Nachdem wir gemeinsam gegessen hatten, gaben ein islamsicher Prediger und ein evangelischer Pastor uns einige Infos über die Hintergründe des Fastens in der jeweiligen Religion.

Danach wurde ein Mikro herumgereicht. Wer mochte, konnte ihre/seine Erfahrungen beim Fasten erzählen. Wir redeten bedeutungsschwanger über eine größere Klarheit unserer Gedanken, über einen festeren Glauben und über das Fasten als Dienst für Gott.

3/ Ganz zum Schluss ergriff ein ca. 8-jähriges Mädchen das Mikro. Sie sagte, es gäbe noch einen anderen Grund, zu fasten. Und zwar, um zu erfahren wie es Obdachlosen geht. Wenn wir (hier die Muslime) tagsüber nichts essen und trinken, würden wir ein klein wenig dieser Erfahrung machen. Aber WIR würden abends immer wieder zu essen bekommen. Sie wisse nicht, ob Obdachlose dieses Glück hätten. Und daran sollten wir denken.

Ich bin immer noch sprachlos. Kindermund tut wirklich Weisheit kund!