Weil der Nationalrat heute Pläne zu einer Lehrplanreform diskutiert hat: notwendig, not-wendend wäre eine Besinnung auf das, was die »begabten Geräte«, die die Aufmerksamkeit unserer Kinder und Jugendlichen kolonisieren, in der Sprache, dem Wort anrichten. 1/4
Diesen #WortBruch kann man nicht mit Lehrplänen aus dem Reformhaus Österreich behandeln, sondern mit der Entwicklung mutiger Strategien gegen »Sprachverarmung, -vergröberung u. -unlust« (Günther Anders). Als Grundlage für den Umgang mit KI braucht es einen Sprachunterricht, 2/4
der junge Menschen befähigt, selbsttätig zu erleben, dass immer wir Menschen die »Begabten von heute« sind und nicht die »Geräte«. Nur so kann verhindert werden, dass die »prometheische Scham« (G. Anders) angesichts der (»sprachlichen«) Perfektion der Geräte uns nicht zunehmend sprachlos macht. 3/4
Oder wie ein Philosoph 1962 in einem Vortrag an einer Akademie für Lehrerausbildung meinte: »Zu bedenken wäre, ob dieser Sprachunterricht statt einer Bildung nicht eher eine Besinnung sein müßte, nämlich auf die Gefahr, die die Sprache und d.h. das Verhältnis des Menschen zur Sprache bedroht.« 4/4