Thema Manuel Hagel:
#ManuelHagel

@robertobottoni

Um die Frage zu beantworten: Ich finde es unabhängig von den Geschlechtern unmöglich.

Das Problem nur an den Geschlechtern festzumachen bedeutet nur den Spieß herumdrehen. Und das macht es nicht besser.

Wenn Mädels sich laustark über das Hinterteil eines Jungen unterhalten, gelten sie heutzutage allgemein als cool. Und wenn sie ihm auf den Hintern klatschen, erscheinen sie fast allen taff. Dieser Zeitgeist ist nur das Spiegelbild von dem von für über 100 Jahren.

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@uweb @robertobottoni natürlich ist das unabhängig von Geschlechtern unmöglich.
Aber hier gehts ja nicht um gleichaltrige, sondern darum, dass ein erwachsener (!) Mann, Politiker (!) und zukünftiger Minischterpräsident Schülerinnen sexualisiert.
Wann hat sich denn mal ne angehende Ministerpräsidentin ins Fernsehen gesetzt und über das Aussehen der Schüler einer Realschule gesprochen?

@SoziAufTour @robertobottoni

Das ist mir klar und darauf bin ich wie du es erwähnt hast eingegangen.

Dein Aber führt doch nur wieder zu dem Zeitgeist, dem ich nicht zustimme. Auch das habe ich erläutert. Diese Denkweise produziert genau die Monster, gegen die sie eben nur scheinbar gerichtet ist.

@uweb @robertobottoni gibt es Frauen, Mädchen und queere Menschen, die Männer, Jungen oder männliche Jugendliche belästigen? Ja absolut. Ist mir das (als AMAB) auch schon passiert? Ja. Ist das scheisse für die Betroffenen? Keine Frage.
Das ändert nichts an dem Fakt, dass es eben überwiegend von Männern ausgeht und das eben ein überwiegend männliches Problem ist. Das nicht zu benennen führt zu false balance.

@SoziAufTour @uweb ich sehe das Problem und die Gewichtung ähnlich. Absolut ablesbar in der monströsen Ausprägung des bandenmäßigen Missbrauchs im Fall Epstein. Die vornehmliche Richtung geht von alten weissen Männern aus.

Ohne Dich direkt angreifen zu wollen und nur weil ich eine Parallele sehe: auf eine Art ist das auch eine abgewandelte Hufeisentheorie, die Du anführst und man könnte es auch im Bereich Whataboutism sehen. Die hauptsächliche Gefahr sind Männer und Testosteron.

@robertobottoni @uweb Testosteron ist tatsächlich nicht das Problem, sondern Sozialisation und damit einhergehendes Anspruchsdenken. Da auf Hormone zu gehen ist mir zu essentialistisch.
@SoziAufTour @uweb Naja aber es beeinflusst maßgeblich den Gefühlshaushalt. Sozialisation und damit verbundene Werte haben eher etwas mit Verstand zu tun. Mit diesen beiden Polen kämpft die Menschheit seit Anbeginn. So groß, wie die Chance darin ist, umso höher ist der Schaden, den wir damit anrichten. Siehe Beispiel oben, siehe Weltpolitik, siehe Zustand des Planeten.
@robertobottoni @uweb das ist so nicht korrekt. Testosteron kann bereits vorhandene Aggression verstärken, das ist korrekt.
Das Problem liegt aber darin, dass wir Jungs von Kleinauf eben beibringen, was "echte Männer" sein sollen und ihnen systematisch Gefühle jenseits von Wut abtrainieren. Ein Genosse hat das mal als "Wut als Ersatzemotion für alles andere" bezeichnet.
Und bei Sozialisation geht's nicht um Verstand, sondern auch sehr viel um Emotion.

@SoziAufTour @uweb stimmt eigentlich. Ohne Gefühl keine Empathie.

Umso wichtiger, dass solche Entgleisungen wie oben thematisiert werden und das eine Gesellschaft das 2025 nicht toleriert.