#Buchempfehlung

Douglas Rushkoff: “The Survival of the Richest.
Warum wir vor den Tech-Milliardären noch nicht einmal auf dem Mars sicher sind.»

Douglas Rushkoff zeigt in seinem Buch auf, wie wir von den Anfängen des Computers an den Punkt gekommen sind, an dem wir uns jetzt befinden.
Er beschreibt, wie Peter Thiel und seine Kollegen, die obszön reiche Kaste, ticken, und wie Donald Trump in dieses Muster des Denkens passt.
Er nennt dieses Muster, das
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mittlerweile alles durchdringt, «das Mindset».

In einem Kapitel beschreibt er die Vorstellung, die in der Art, wie wir Geschichten erzählen, immer wieder vorkommt: Dass alles sich immer auf ein Ziel ausrichte, welches, wenn erreicht, dann «alles gut» mache.
Diese Vorstellung stammt aus der Metallsteinzeit.
Die Macht, mit scharfer Klinge zu beherrschen,
trat damals Schritt für Schritt an die Stelle der Macht,
Leben zu erhalten und zu fördern.
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Die brutalsten, unempathischsten, stärksten Männer mit dem Schwert setzten sich plötzlich durch und stiegen an die Spitze der Gesellschaft. Dadurch wurde die Gesellschaftsstruktur hierarchischer und autoritärer.

Dieses Narrativ von «Held bekommt einen Auftrag, wird geprüft, meistert die Herausforderung und erreicht dann das Ziel, das alles gut macht», das wir uns über und über erzählen,
ist nicht vereinbar mit den stetigen Kreisläufen auf der Erde.
Das Leben ist keine Gerade.
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Sie ist auch kein Kreis. Sie ist beides gleichzeitig, also eine Spirale.
Wir leben in einem Netz der Abhängigkeiten, verwoben mit anderen Organismen der Erde. Das Leben passt sich immer wieder an, «wurstelt sich durch.» Lebendig, chaotisch, kreativ.

Das Mindset überzeugt die krankhaft Reichen, dass sie einer Elite angehören, die alles in den Griff bekommen kann. Die normalen Menschen, die da nicht mithalten können, müssen halt dem Fortschritt geopfert, ihrem Schicksal überlassen werden,
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damit die Eliten nicht aufräumen müssen, was sie angerichtet haben.
Dabei träumt die Elite einen Traum der totalen Machbarkeit, der ewigen Unsterblichkeit und verkennt die Zusammenhänge auf der Erde, die das Leben möglich machen.
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Am Schluss des Buches zeigt Douglas Rushkoff auf, was wir, die «Übriggebliebenen», tun können.

♾ Wir können uns eingestehen: Wir alle haben uns am Mindset, an der Illusion beteiligt, dass nur Wachstum und ein Endsieg der Wirtschaft das Wahre ist. Wir sind also alle Opfer und Täter zugleich.

♾ Wir können uns aber ändern.
Nichts ist unvermeidlich.
Noch sind wir nicht über die Klippe gegangen.

♾ Wir können aufhören, Unternehmen zu unterstützen,
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die das Gegenteil von dem machen, was uns und unserem Planeten guttut.

♾ Stattdessen können wir lokale Produkte kaufen, uns an Nachbarschaftshilfe beteiligen und Kooperativen unterstützen.

♾ Wir können das Kartellrecht einsetzen, um die Riesen zu zerschlagen, die gegen uns arbeiten.

♾ Wir können Gewerkschaften stärken, um die Rechte der Arbeiter zu verbessern.

♾ Wir können die Steuerpolitik ändern, damit jene, die Geld aus Geld machen, teilweise gegen unsere ureigenen Interessen
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und gegen Treu und Glauben, höhere Steuern zahlen müssen als jene, die echte Arbeit für die Gemeinschaft leisten.

♾ Wir müssen aushalten, dass das die gegenwärtige Wirtschaft belasten wird, und wir dürfen uns davon nicht Angst machen lassen. Wir müssen uns immer wieder daran erinnern: Die Wirtschaft soll dem Menschen dienen, nicht umgekehrt.

♾ Es gibt keine andere Antwort auf unsere Angst als einen sanftmütigeren, offeneren und verantwortungsbewussteren Umgang miteinander.
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♾ Es gibt kein grosses Erwachen. Es gibt keinen Ausstieg.
Es gibt nur den Prozess.
Unser Verhalten, unsere Einstellungen und unsere Mittel sind relevanter, wichtiger und not-wendiger als alle sogenannten Zwecke.

♾ Wir sollen genau hinhören, wenn Tech-Giganten, milliardenschwere Investoren und Politiker Versprechungen machen. Es wird immer im Kern um Profit gehen. Es ist wieder ein Ausdruck dieser grossen Lüge, die Anhänger des Mindsets uns und sich selbst erzählen.
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Es gibt keinen Ausweg, es gibt kein nächstes Mal. Es gibt nur «jetzt». Wenn wir es jetzt nicht tun, werden wir es nie tun.
Jetzt. Gemeinsam.

Das Buch ist spannend und leicht geschrieben, sehr empfehlenswert.
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