Weil wir ja gerade so viel über Kinderschutz, Algorithmen und Bildschirmzeiten reden (und mit wir mein ich den rechten Flügel der SPD und die CDU, die sich nach rechts radikalisiert hat): Warum sind Kinder und Jugendliche so viel am Bildschirm?
Take 1: ihnen fehlt soziale Einbindung.
Gerade Kinder und Jugendliche, die anecken, auffallen, eher einzelgängerisch und schüchtern sind, hängen viel am Handy und fordern das stark ein. Die Lösung dafür ist kein Verbot, sondern besser ausgestattete 1/x
@SoziAufTour Was ist mit Teenagern, die keinen Bock haben, mit anderen IRL rumzuhängen, weil sie "anders" sind und mit den Normalos nicht klarkommen oder die nicht mit ihnen? Neurodivers, queer, was auch immer.
@LordCaramac worauf zielt deine Frage ab? Also ob ich der Meinung bin, dass die Leute zwingend in nen Verein müssen oder ob ich der Meinung bin, dass die Leute ganz explizit das Netz zum Austausch brauchen?
@SoziAufTour Zu meiner Zeit gab es weder Smartphones noch Internetzugang für Normalsterbliche, aber ich habe trotzdem die meiste Zeit zuhause vor dem Monitor gesessen, habe simple Grafikdemos in Turbo-Pascal geschrieben, Musik gemacht mit über MIDI angeschlossenem Synthesizer (aber kein Techno, Acid, House, Trance oder sowas, das war nie mein Ding), Bilder gepixelt in Deluxe Paint... die Normalos wollten mit einem Freak wie mir nichts zu tun haben, aber ich auch nicht mit den Normalos. Hätte es damals schon soziale Netzwerke gegeben (die kamen erst knapp zehn Jahre später), hätte ich vermutlich wesentlich mehr Freaks aus der Region kennengelernt. Ich hatte kaum Freunde oder soziale Kontakte, bevor ich nach Köln ging, weil es einfach nicht genug Freaks um mich herum gab. Da hilft es nichts, wenn es Jugendzentren gibt, die voll von Normalos sind.

@LordCaramac also ich hab als Teenie auch aus Einsamkeitsgründen viel in Social Media rumgehangen.
Natürlich gibt's auch Menschen, die keinen Bock auf soziale Interaktion haben/anecken etc. und für die ist das Internet n Segen.

Ich kenn solche Kinder und Jugendlichen auch. Die schick ich idR in Hackerspaces und da haben sich einige bisher wohlgefühlt. Ist n kann, aber kein muss. Ich bin bei sowas einfach dafür, nach dem warum zu fragen und damit zu arbeiten, statt zu verbieten.

@SoziAufTour Wenn die in einer Kleinstadt oder auf dem Dorf wohnen, oder in einer strukturschwachen Gegend sogar noch in einer Mittelstadt, dann kann es gut sein, daß der nächste Hackerspace eine Stunde entfernt ist.
@LordCaramac das ist richtig. Und danke für deine Hinweise
Wie gesagt - ich zwing auch keine Kinder oder Jugendlichen, irgendwo hinzugehen.
Das hier war auch primär n Bericht aus meiner Arbeit. Die sind notwendigerweise verkürzt