Ich bin zu alt für diesen Mist! 👵🏻

Früher war man mit Geschäftspartnern per Sie. Das war steif und förmlich, aber einfach.

Heute wird man von der Hälfte der Leute geduzt – manchmal sogar ungefragt direkt beim ersten Kontakt. Ich habe grundsätzlich nichts dagegen, geduzt zu werden, aber das macht alles komplizierter. Es sind immer noch rein geschäftliche Kontakte, aber ich muss mir jetzt merken, wen ich wie ansprechen darf.

Ganz zu schweigen von… 1/2

#businessculture

2/2 Anruf auf dem Firenhandy: „Hallo Ana, hier ist der Thorsten. Was macht denn unser Projekt.“ - Klar Thorsten! Ich habe zwar Deine Nummer nicht gespeichert, aber Du bist der einzige Thorsten in meinem Adressbuch und den Namen Deiner Firma kann ich an Deiner Stimme erkennen. Ich habe auch nur ein Projekt, in dem irgendjemand Thorsten heißt! 🤪

Ich möchte bitte im Geschäftsleben die steife Förmlichkeit von früher wieder haben! 😩

@ana_krchdrfr

Fühle sehr!

Mit dem Duzen geht jede professionelle Distanz verloren. Es wird eine freundschaftlich geprägte Nähe vorgegaukelt, die gar nicht vorhanden ist.

@FFMRadlerin Ja, genau. Ich finde es vor allem unangenehm, wenn mal was nicht glatt läuft. - Oder auch bei Vertragsverhandlungen. Da ist man dann plötzlich auf einer persönlichen Ebene, die da überhaupt nicht hingehört.

@ana_krchdrfr Spätestens wenn Thorsten die Rechnung kürzen möchte, ist man wieder per Sie.

Bei Thorsten, Jens, Matthias, Sven, Andreas usf. fällt es mir auch schwer, die passenden Firmen dazu zu merken 😅

@netzradler Darauf warte ich noch, dass mal jemand das Du zurücknimmt. 😏
@ana_krchdrfr schon erlebt. Daher sage ich meinen Mitarbeitern immer, sie sollen sich genau überlegen, ob sie mit Geschäftspartnern per Du sein wollen. Es gibt auch so Schlaumeier (Kunden) die irgendwie an die private Messenger-Adresse kommen und die Mitarbeiter nur noch darüber kontaktieren. Im Du-Plauderton. Ich rufe die Kunden dann an und erkläre ihnen, dass ich so nicht kommuniziere. Hat dann auch jeder bisher verstanden.
@netzradler Du beschreibst da genau eines der Probleme: aus dem Duzen wird abgeleitet, man hätte einen speziellen privilegieren Draht zueinander. Die „Duzfreunde“ unter meinen Kunden sind auch die, die dann anfangen, normale Support-Anfragen bei mir abzuladen, statt an der Hotline. 🙄
Und Kommunikation über Privat-Adressen / -Nummern geht einfach gar nicht.
@ana_krchdrfr @netzradler ich habe mal einen (externen) Kollegen wärend dem Urlaub etwas Projektarbeit von mir übernehmen lassen. Die Kundin und er waren nach meiner Rückkehr wieder beim Sie angelangt, obwohl sie Jahrelang beim Du waren. Als dutzender Menschenfreund, der immer nach Verbindung sucht, weil mein Hirn sonst bei Anforderungen in fight or flight geht, hat mir das vor Augen geführt: Dutzen ist nicht für Alle gut 😋.
@ana_krchdrfr
Mit Nachbarn, Sportfreunden oder in der Kneipe sehr gerne "Du" ansonsten Sieze ich, auch wenn das Gegenüber mich duzt. 😛
Sollte immer noch beim "Du" geblieben werden, frage ich provokant ob wir vielleicht schon mal einen Abend zusammen verbracht haben... 😏
@DieterFFM Hm… 🤔 vielleicht sollte ich das auch mal ausprobieren. 😅

@ana_krchdrfr
Fühl ich – andererseits ist der Switch vom sie zum du (was ich persönlich vorziehe) für mich auch immer ein Zeichen von angekommen sein und mit meiner Arbeit respektiert zu werden.
Bin aber auch in der Werber- und der Verlagsbranche unterwegs und da ist das „du“ eher Standard (auch weil oft englischsprachig).

Ansonsten: wer mich anruft und duzt, wird gnadenlos zurück-geduzt. Und wer mich mit „Lieber …“ in einer Mail anspricht, wird in der Antwort als „Liebe/r …“ angesprochen. 🙂

@berner ich kenne so ein paar Leute, die ihre Mails mit „Liebe Frau K“ beginnen. Finde ich schräg. Aber wer‘s mag. 🤷🏻‍♀️ „Hallo…“ muss reichen.