Wir haben seit 1990 den Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung von 4 % auf rund 60 % gesteigert. Seit 35 Jahren höre ich aber jedes Jahr, der Ausbau erneuerbarer Energien hätte jetzt ein technisches Limit erreicht und ginge nicht weiter. Was motiviert Menschen, über Jahrzehnte gegen Zukunftstechnologien zu kämpfen, die unser Land unabhängig, resilient und klimaneutral machen und die Energiepreise auf Dauer stabilisieren?
@VQuaschning warum sind eigentlich Wind onshore Anlagen 2021 und 2025 so stark zurückgefallen (laut Grafik) im Gesamtmix?
@Rudolf @VQuaschning Weil 2025 gar nicht drauf steht 😉
Und wir 2020 im Corona-Lockdown saßen und der Strombedarf niedriger war (teilweise die Erklärung laut https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2021/03/PD21_101_43312.html )
KORREKTUR: Stromerzeugung 2020: 5,9 % weniger Strom ins Netz eingespeist als 2019

KORREKTUR: Die am 05.03.2021 verbreitete Meldung muss aufgrund eines Fehlers im 4. Absatz korrigiert werden. Die Korrektur ist fett hervorgehoben. Im Jahr 2020 wurden in Deutschland 502,6 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt und in das Stromnetz eingespeist. Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) waren das 5,9 % weniger als im Jahr 2019. Dieser Rückgang ist zumindest teilweise auf den niedrigeren Strombedarf infolge des Lockdowns zur Eindämmung der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 zurückzuführen. Der Anteil der erneuerbaren Energien an der im Inland erzeugten und eingespeisten Strommenge erreichte unterdessen einen neuen Höchststand: Er stieg von 42,3 % im Jahr 2019 auf 47,0 % im Jahr 2020. Mit 25,6 % hatte mit der Windkraft erstmals ein erneuerbarer Energieträger den höchsten Anteil an der in einem Jahr eingespeisten Strommenge und löste damit Kohle als wichtigsten Energieträger ab. Im Jahr 2020 wurden 5,4 % mehr Strom aus Windkraft erzeugt als 2019, als der Anteil noch bei 22,8 % gelegen hatte.

Statistisches Bundesamt

@svemada für mich sieht es so aus als wäre der letzte Balken 2025 und 2021 der mit dem lokalen Minimum.

@VQuaschning

@Rudolf @VQuaschning ach du hast recht. Ja irgendwie ist die Darstellung merkwürdig. Beide Jahre waren wohl windärmer als die Vorjahre.

Für 2021 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2022/03/PD22_116_43312.html#:~:text=Stromerzeugung%20aus%20erneuerbaren%20Energien%20zurückgegangen,2020:%209%2C0%20%25).

2025: „Stärkster Nettostromerzeuger war die Windkraft, obwohl die Produktion aufgrund schlechterer Windverhältnisse mit 132 Terawattstunden (TWh) um 3,2 Prozent niedriger war als im Vorjahr.“
https://www.ise.fraunhofer.de/de/presse-und-medien/presseinformationen/2026/oeffentliche-stromerzeugung-2025-wind-und-solar-erstmals-als-doppelspitze.html

Stromerzeugung 2021: Anteil konventioneller Energieträger deutlich gestiegen

Der in Deutschland erzeugte und in das Stromnetz eingespeiste Strom stammte im Jahr 2021 mehrheitlich aus konventionellen Energieträgern. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen mitteilt, stieg die Stromerzeugung aus konventioneller Energie gegenüber dem Jahr 2020 um 11,7 % und machte einen Anteil von 57,6 % an der gesamten Stromerzeugung aus (2020: 52,9 %). Die Einspeisung aus erneuerbaren Energien sank dagegen um 7,6 % auf einen Anteil von 42,4 % (2020: 47,1 %). Insgesamt wurden 2021 knapp 518 Milliarden Kilowattstunden Strom ins Netz eingespeist. Das waren 2,6 % mehr Strom als im Vorjahr, aber 3,1 % weniger als im von der Corona-Krise unbeeinflussten Jahr 2019.

Statistisches Bundesamt