Die Debatte um ein Mindestalter für Social Media geht am Problem vorbei: die Gefahren hören ja nicht mit 16 oder 18 auf - ganz im Gegenteil.

Der Vergleich zum Glücksspiel ist treffender, als diejenigen ahnen, die ihn verwenden:
* zutiefst korruptes Geschäftsmodell
* große Schäden für die Gesellschaft
* Mindestalter LEGITIMIERT das Geschäftsmodell und seine Opfer sind „selbst schuld.“
So wird der Missstand zementiert, statt an der Wurzel eliminiert.

https://www.ardmediathek.de/video/phoenix-der-tag/gefahren-von-social-media-gro-e-probleme-auch-fur-erwachsene/ard/Y3JpZDovL3Bob2VuaXguZGUvNTE3NDY4NA

phoenix der tag: Gefahren von Social Media: 'Große Probleme auch für Erwachsene' - hier anschauen

Schaltgespräch mit Linus Neumann (Chaos Computer Club) u.a. zur Debatte über das Social-Media-Verbot

@linuzifer
"die Gefahren hören ja nicht mit 16 oder 18 auf"
Darum geht es doch auch nicht. Es geht darum, dass diese Gefahren einen viel stärkeren Einfluss auf Kinder in bestimmten Entwicklungsphasen und Selbstwahrnehmung haben. Vielleicht diese sogar bremsen. Deswegen sind Alkohol und Zigaretten für Kinder verboten.
Mir liegt in dieser Argumentation zu viel Aufmerksamkeit auf die eigenen Bedürfnisse, als auf die Expertise über Pädagogik und Psychologie.
@t_robinart
Und diese Kinder und Jugendlichen brauch Plätze wo der Austausch in diesen Entwicklungsphasen der Selbstwahrnehmung haben. Und der ist inzwischen fast nur noch in Onlinenetzwerken zu finden. Oder sollen die sich alle in diese eingezäunten Minispielplatzzellen mit einem Schaukelgerät zwängen um sich auf die Erwachsenenwelt vorzubereiten?
@linuzifer
@stubenhocker
Das wahrgewordene Waffeln - Pfannkuchen - Meme. Ich habe nirgendwo behauptet, dass wir keine Ausweichmöglichkeiten schaffen müssen, sondern lediglich die Argumentation infrage gestellt. Aber davon mal abgesehen, ist auch dieses Argument BS. Vor Social Media haben wir das Erwachsenwerden auch hinbekommen Austausch in rl und so. Was bedeutet vorbereiten? Gibt es da Kurse? Ich bin nicht mal 100% für ein Verbot, aber die Gegenseite liefert bis jetzt nur spärlich gute Argumente. 1/2
@t_robinart
Die Argumente sind nicht spärlich, sie sind nur spärlich, und an der Primetimesendezeit vorbei, verbreitet.
@stubenhocker
Primetimesendezeit? Soll das irgendwie beleidigen, nachdem wir uns auf Social Media darüber austauschen? In einem Thread, in dessen Ausgangspost ein Video gezeigt wird, dessen Inhalt ich kritisiert habe? Wo sind sie denn, die guten Argumente? "Sie sind nicht spärlich, sondern nur spärlich", damit gewinnt man nun wirklich keine Argumentation über "Social Media hilft beim Erwachsen werden".

@t_robinart
Warum sollte der Verweis auf den Zeitraum die Tagesschau und anschliessenden Bullshitbingotalks eine Beleidigung an dich sein?

Oder hast du da eine Verantwortlichkeit für? 🤔

@stubenhocker
"Hm, Du fühlst Dich durch eine versteckte Herabwürdigung beleidigt? Muss wohl an Dir liegen." Ist das diese Erwachsensein bei dem Dir Social Media geholfen hat? Man stelle sich vor, in der Debatte um das Social Media Verbot würde so argumentiert.

Bullshitbingotalk, in der Tat.

@t_robinart
"Sie sind nicht spärlich, sondern nur spärlich (..) verbreitet."

Meine Güte nochmal.. 🙄