ich bin btw noch auf instagram und sehe dort immer wieder coole reels und was ich mache, ist, dass ich alle guten linken reels in die timelines meiner normie friends pushe.

damit versuche ich nicht nur meine normie friends zu polititisieren, sondern vor allem ihren „for you“-algo, was passiert, wenn sie drauf klicken und sich interessieren.

all i do there is propaganda. stellt euch vor, das würdet ihr alle machen? koordiniert. millionen schieben eine stunde propaganda dienst pro tag.

@mspro

würde einwerfen wollen: das problem, dass in diesen Diensten bestimmte politische Richtungen gepushed werden, ist ja nicht nur user driven, sondern zu einem signifikanten anteil agenda.

etwas metaphorischer: das fühlt sich ein bisschen an, wie ein aufruf leserbriefe an die bild zu schreiben..

ich würde sogar die these aufstellen, dass der einfluss auf den algo vs der einfluss auf die aktivisten nicht zu "unseren" gunsten ausfallen würde..

und nein, ich habe auch keine gute lösung, außer vernünftige medienerziehung (was illusorisch ist.. -.-)
Aber "Niemand ist Imun" ist ein wichtiger teil davon..

"Wenn du dich mit dem Teufel einlässt, verändert sich nicht der Teufel, der Teufel verändert dich" - Lord of the Weed, (2003)

@na das stimmt schon, aber jeder algorithmus ist für eine konkrete mediale situation geschaffen, also anhand von kollektivem erwartetem verhalten designed.

d.h. ändern wir unser verhalten, gamen wir den algorithmus.

mir gehts hier gar nicht konkret so sehr um instagram. mir geht es um das einüben von collective action im netz. da steckt so viel macht drin.

@mspro
ja, verstehe glaube ich den abstrahierten ansatz und es hat auf jeden fall was für sich.

würde nur diese platformen als Ziel in frage stellen, da "optimierungen" an diesen algos viel schneller zu realisieren sind als koordinierte reaktionen darauf.
zumal wir hier (bei praktisch allen platformen) einen massiven informations nachteil haben.

bestimmt besser als nichts, nur ...
die taube, das schachbrett.. you know...

vielleicht wirklich altmodisch ÜBER social media koordinierte aktionen die aber systeme ins visier nehmen die nicht so schnell kontern können.
Ich meine... das ist quasi 1:1 aus dem playbook der rechten: sich als (somewhat) koordinierte, laute gruppe/minderheit als mehrheit zu verkaufen und damit von institutionen jeder art wahrgenommen zu werden.

viele worte um zu sagen:

Ja, gebe dir recht.
und das klingt alles nicht falsch und ich hoffe wir bekommen irgendwas in der art hin, da ist luft nach oben.

Hoffnung ist ein schwieriges Thema, aber ohne gehts halt auch nicht.

@na naja, die algos haben ja schon ein ökonomischen constraint: die MÜSSEN die user zufriedenstellen und dafür MÜSSEN sie auf nutzungssignale hören.

und diese nutzungssignale werden deswegen immer auf die eine oder andere art gamebar sein.

es sei denn es kommt der purge und wir fliegen alle raus, dann müssen wir uns was ganz neues überlegen.

ist immer schwer abzuschätzen, wo sich kampf lohnt, wo rückzug angebracht ist. bei x sage ich auch klar nein, aber instagram ist derzeit noch leveragbar.