Erinnert Ihr euch noch, wie die elektronische #Patientenakte in den Medien angekündigt wurde, mit der Information, dass man genau entscheiden könne, wer auf welche Daten zugreifen darf? Entsprechende Presseberichte lassen sich noch finden.
Vorgestern berichtete die Tagesschau über die neue Kritik der Verbraucherzentrale an der ePA:
"Außerdem sei es in der ePA nicht möglich, präzise auszuwählen, wer welche Gesundheitsdaten einsehen kann".
(https://www.tagesschau.de/tagesschau_20_uhr/ts-76500.html, Stelle 10:38 min)
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Laut der Tagesschau plant die Lobby der gesetzlichen Krankenkassen außerdem, Daten aus der ePA zu verwenden, um Versicherten gezielt bestimmte Ärzt*innen zu empfehlen.
Ein sich wiederholendes Schema: Sind Daten erstmal vorhanden, wecken sie Begehrlichkeiten.
@marvinoppong Was auch nicht vergessen werden sollte: Der große Vorteil, dass Mehrfachuntersuchungen vermieden werden, ist bis heute nicht für alle Behandlungen möglich.
@h0uz3 Interessant. Für welche nicht?
@marvinoppong Das war allerdings schon damals bekannt: »Ab Januar 2025 ist das nicht mehr möglich: Versicherte können Dokumente dann nur noch komplett in der gesamten ePA ausblenden. Entweder sind diese Dokumente dann verborgen und können damit von keiner behandelnden Person eingesehen werden – oder sie sind sichtbar. Dass die Psychotherapeutin ein Dokument sieht, der Zahnarzt aber nicht – das geht nicht.«
https://netzpolitik.org/2024/entscheidungshilfe-zur-elektronischen-patientenakte-soll-ichs-wirklich-machen-oder-lass-ichs-lieber-sein/#wer-kann-denn-die-daten-in-meiner-epa-einsehen
Entscheidungshilfe zur elektronischen Patientenakte: Soll ich’s wirklich machen oder lass ich’s lieber sein?

Ab Anfang 2025 bekommen alle Kassenpatient:innen eine elektronische Akte – es sei denn, sie widersprechen. Was spricht dafür oder dagegen, die gesamte Krankengeschichte digital an einem Ort zu sammeln? Wir tragen die Argumente zusammen.

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