Die Autoren der »Blödmaschinen« betonen, dass wir als WählerInnen immer weniger unseren Interessen Ausdruck verleihen, sondern einem defensiven Impuls folgen, nämlich mit unserer »Stimme die Demokratie als System überhaupt zu verteidigen gegen die drei Hauptfeinde: 1/4
gegen ein auch gesellschaftlich abgeschnittenes Drittel der Bevölkerung, das sich von der Politik nicht vertreten, sondern allenfalls drangsaliert fühlt, gegen eine fundamentalistische bis faschistische Abzweigung, 2/4
die das Mißtrauen gegenüber der politischen Klasse in ein Mißtrauen gegenüber der Demokratie an sich ummünzt, und schließlich gegen die Ignoranz einer Spaßgesellschaft, der Gameboy und Funboard wichtiger sind als politische Zukunftsprognosen. 3/4
Gegen alle diese Tendenzen nun setzt die Postdemokratie eine verhängnisvolle Strategie: Um nämlich zu verhindern, daß sich die Menschen von der Politik der Unterhaltung zuwenden, verwandelt sie Politik selber in Unterhaltung.« 4/4 #MarkusMetz & #GeorgSeeßlen: »Blödmaschinen«