@isotopp
Danke. Hast du für die Aussage zu eIDAS verlässliche Quellen?
Auch, dass es neben TikTok, Instagram und Facebook auch für andere Dienste eingesetzt werden soll? Ich konnte gerade nichts dazu finden, dafür diese Info:
https://www.bmbfsfj.bund.de/bmbfsfj/aktuelles/alle-meldungen/bundesregierung-beruft-expertenkommission-ein-269648
Ich verstehe die Sorge zu Mißbrauch und unnötiger Datenerhebung.
Ich möchte gerne das De-Railing von einem Anliegen, dem Schutz von Kindern vor süchtigmachenden Anbietern und extremen Formen der Manipulation, die eigentlich wie Glücksspiel reguliert gehören würden, durch das andere Anliegen der Anonymität im Internet vermeiden.
Mir sind beide Aspekte wichtig und ich denke, dass man beides technisch sauber gewährleisten kann.
Ein BEDARF nach Ausweisen im Internet besteht nicht. Wir haben jetzt seit 30 Jahren Internet. Die ersten Leute, die online aufgewachsen sind, sind also jetzt 45. Wenn das alles so schlimm wäre, hätte man da schon lange was sehen müssen, bzw. schon lange was getan.
Ich bin lustigerweise 45j und ich habe das Web noch ein StudiVZ oder Facebook mit chronologischer Timeline und ohne Doomscrolling erlebt.
Ich habe ebenso Fifa Games noch ohne Loot Boxen erlebt und gut, Videoformate wie TikTok gab es damals noch nicht, selbst Youtube war mal eine Videocontentplattform wie Peertube.
Und wenn TikTok so ein fieses Dark Pattern ist, dann sind Facebook und Insta das auch und man muss nicht nur die Kinder schützen, sondern alle und entweder diese Dienste weg regulieren oder die Dark Patterns oder beides.
Grundsätzlich wäre das schön. Gleiches gilt für Alkohol und Nikotin.
Wenn man nicht einfach die Regeln ändern kann (die meisten unserer Top Politiker hegen selbst einen ungesunden Umgang mit X und Instagram oder mit zu viel Weißbier...), dann doch als absolutes Minimum die besonders vulnerablen Gruppen der Minderjährigen in der empfindlichsten Phase der Hirnentwicklung nicht schutzlos diesen Dark Patterns auszuliefern.
Ich würde auch keinen Unterschied zw. meta Plattformen, Youtube Shorts und TikTok machen und alle vergleichbar regulieren.
Dass diese ihre Dark Patterns entfernen werden, halte ich für fast unmöglich, da die Sucht das Kerngeschäft selbst geworden ist und ohne die Übernutzung der User:innen nicht genug Daten abfallen und nicht genug Manipulation stattfinden kann (die wird ja neben der Datensammlung als zweites Standbein als microtargeting angeboten).
@ironium @armin @attero @henningtillmann