Wohlstandsdebatte: Schlechte Chefs belasten die Wirtschaft

Mehr arbeiten für mehr Wohlstand: Diese Debatte beschäftigt die Politik. Die Rolle der Führungskräfte kommt dabei bislang kaum vor. Studien aber zeigen: schlechte Chefs belasten die Produktivität. Von Sebastian Schreiber.

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Wohlstandsdebatte: Schlechte Chefs belasten die Wirtschaft

Mehr arbeiten für mehr Wohlstand: Diese Debatte beschäftigt die Politik. Die Rolle der Führungskräfte kommt dabei bislang kaum vor. Studien aber zeigen: Schlechte Chefs belasten die Produktivität.

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Irgendwas um die 3 bis 5 Prozent aller Menschen unserer Kultur sind Narzissten. Etwa 16 Prozent Machiavellisten. Nochmal etwa 1-5 Prozent Psychopathen. Das sind Durchschnittszahlen, die umgehend sehr… | Gitta Peyn | 25 comments

Irgendwas um die 3 bis 5 Prozent aller Menschen unserer Kultur sind Narzissten. Etwa 16 Prozent Machiavellisten. Nochmal etwa 1-5 Prozent Psychopathen. Das sind Durchschnittszahlen, die umgehend sehr anders aussehen, sieht man sich die Berufsgruppen an. Da findet man in der Altenpflege zum Beispiel von allen kaum welche, während die Zahl der Narzissten in den Chef-Etagen auf 1/4 aller Top-Manager steigt, was sich nach oben hin weiter zuspitzt. Im Schnitt heißt das, dass wenn wir ein Klassenzimmer mit 30 erwachsenen Menschen füllen, wir etwa 1 Narzissten, 5 Machiavellisten und noch einmal 1 Psychopathen im Raum hätten. Wobei der männliche Anteil höher ist. Füllen wir das Klassenzimmer mit Top-Managern, Beratern und Coaches, können wir auf 7-8 Narzissten, 6 Machiavellisten und 3 Psychopathen kommen. Mit klinischen Symptomen, wohlgemerkt! Das heißt, mehr als die Hälfte der Anwesenden ist bereit zu verbaler Gewalt, Gaslighting, Black Lies und eiskalter Manipulation. Ein stat. Drittel der Anwesenden wird auf Kritik mit emotionaler Gewalt und Projektionen reagieren. Ein stat. Fünftel der Anwesenden wird emotionale Reaktionen strategisch für persönlichen Vorteil ausbeuten. Und allen ist scheiß egal, wie sich die anderen dabei fühlen. Täter-Opfer-Umkehr ist da Programm. Dass die Zahlen nach oben hin immer höher werden, sagt uns auch etwas über unsere zunehmend neoliberalistische Grundordnung, in der es nicht um Ökonomie geht, sondern um Teilhabe an Machtsystemen. Je mehr das die Top-Leader unserer Systeme betrifft, desto mehr fucked up sind wir. Daher ist die offene, dimensionierte Ökonomie-Diskussion so wichtig. Sie hat Klimaschutzfunktion, und sie ist grundlegend für demokratische Auseinandersetzungen. | 25 comments on LinkedIn