Zum Feierabend mal eine Idee von mir (bin wahrscheinlich nicht der Erste dem sowas einfällt).

In Sachen Gendern bekommen ja allerlei Kreise Schnappatmung bei:

Leser*in, Leser_in, Leser:in

wg. huhaha Sonderzeichen im Wort, alles ganz schrecklich (und typographisch ist das sehr unbefriedigend, finde ich)

LeserIn

ist binär und nicht inklusiv

Leserys

also nach Phettberg entgendert finden manche Leute verniedlichend und daher auch unpassend

Jetzt mal meine Idee: Wir sind im Deutschen eh allerlei diakritischen Krimskrams an Buchstaben gewohnt, sei es deutsch oder Fremdwörter und haben mit dem "ß" sogar einen echten Solitär, also macht ein neues Zeichen mehr das Kraut auch nicht fett...

Also Tusch:

Das "inklusive i"

Ein kleines i mit einem Stern als diakritischen Zeichen. Gesprochen als:

glottal stop + i

Das schaut jetzt typographisch hübsch aus, die Sonderzeichenfraktion hat nix mehr zu meckern, die Verniedlicher auch nicht. Die Ausspracheregel ist einfach.

Und wer nicht genau hinschaut beim Lesen macht ein generisches Femininum draus, das finde ich jetzt auch überhaupt nicht tragisch.

Kommentare?

@echopapa Ich habe zwar keine Probleme mit den bisherigen Sonderzeichenlösungen – finde Deine Idee aber ganz elegant!

@tlr

Mit ist auch egal, ob Binnen-I, *:_@x• oder Phettberg oder Umschreibung, ich merks meistens gar nicht.

Allerdings sind typographisch schon die meisten Varianten unbefriedigend. Und deswegen mal die Idee das Ganze mal konstruktiv anzugehen.