Sehr geehrte Damen und Herren,
mit diesem Schreiben möchte ich meiner deutlichen Kritik an der redaktionellen Linie der Sendung »Miosga« sowie an der Verantwortung des NDR als öffentlich-rechtlichem Rundfunk Ausdruck verleihen.
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Sehr geehrte Damen und Herren,
mit diesem Schreiben möchte ich meiner deutlichen Kritik an der redaktionellen Linie der Sendung »Miosga« sowie an der Verantwortung des NDR als öffentlich-rechtlichem Rundfunk Ausdruck verleihen.
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Ich halte es für äußerst problematisch und demokratiegefährdend, dass Vertreter gesichert rechtsextremer Parteien und Organisationen regelmäßig in öffentlich-rechtlichen Talkformaten eine Bühne erhalten. Diese Akteure verfolgen erklärtermaßen Ziele, die den Grundwerten des Grundgesetzes widersprechen – darunter die Infragestellung der Menschenwürde, die Relativierung demokratischer Prinzipien und die gezielte Spaltung der Gesellschaft.
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Die Einladung solcher Personen wird häufig mit dem Argument der „Meinungsvielfalt“ oder der journalistischen Ausgewogenheit gerechtfertigt. Diese Argumentation greift jedoch zu kurz. Meinungsvielfalt endet dort, wo demokratische Grundwerte systematisch angegriffen werden. Öffentlich-rechtliche Medien sind nicht neutral gegenüber Verfassungsfeinden, sondern dem demokratischen Auftrag verpflichtet.
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Problematisch ist zudem, dass rechtsextreme Vertreter selbst dann profitieren, wenn sie kritisch befragt werden. Allein die Präsenz in reichweitenstarken Formaten trägt zur Normalisierung extremistischer Positionen bei, verschiebt den gesellschaftlichen Diskurs nach rechts und verleiht diesen Akteuren eine Legitimität, die ihnen in einer wehrhaften Demokratie nicht zustehen sollte.
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Der öffentlich-rechtliche Rundfunk wird durch Gebühren aller Bürgerinnen und Bürger finanziert. Daraus erwächst eine besondere Verantwortung, nicht zur Verbreitung oder Aufwertung menschenfeindlicher Ideologien beizutragen. Eine konsequente redaktionelle Haltung gegen Rechtsextremismus bedeutet nicht Zensur, sondern den aktiven Schutz demokratischer Werte.
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Ich erwarte vom NDR und der Redaktion der Sendung »Miosga« eine kritische Überprüfung dieser Einladungspraxis sowie eine klare Abgrenzung gegenüber gesichert rechtsextremen Parteien und Akteuren. Demokratie braucht keinen „Dialog“ mit ihren Feinden, sondern Haltung, Einordnung und Verantwortung.
Mit freundlichen Grüßen
Peter D.
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