KI verdrängt Einstiegsjobs: Diesen Preis zahlen Firmen für ihre Einsparmaßnahmen

KI-Tools statt jungen Talenten, die ein monatliches Gehalt und eine aufwendige Einarbeitung brauchen: Damit sägen Unternehmen langfristig am eigenen Ast.

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„Zwar habe KI die Geschwindigkeit bei der Entwicklung von Code und neuen Features erhöht, so Isaac. Gleichzeitig fehlten jetzt aber Mitarbeiter, die Aufgaben wie Design, Testing oder die Abstimmung mit Stakeholdern übernehmen könnten – Bereiche, in denen KI bislang keine Hilfe sei. „Die älteren Mitarbeiter sind ausgebrannt, und wenn sie gehen, gibt es keine Eile, sie zu ersetzen, denn ‚die KI wird das schon machen‘!“, berichtet der Entwickler.“
„Praktika, Einstiegsjobs und Juniorpositionen sind schon seit mehreren Jahren rückläufig – nicht zuletzt aufgrund von Kostendruck und Sparmaßnahmen. Laut einer Auswertung von Kickresume suchen in den USA rund 58% der Absolventen auch ein Jahr nach ihrem Abschluss noch nach ihrem ersten Job. In Deutschland zeigt sich ein ähnliches Bild: So hat eine Stepstone-Analyse ergeben, dass die Zahl der ausgeschriebenen Einstiegsstellen im ersten Quartal 2025 45% unter dem Fünfjahresdurchschnitt lag.“
„Der Negativtrend könnte sich weiterhin fortsetzen: Laut einer Auswertung der British Standards Institution geben zwei Fünftel der weltweit führenden Unternehmen an, schon Einstiegspositionen aufgrund von Effizienzgewinnen durch KI reduziert zu haben. Weitere 43% erwarten das auch für 2026. Eine Asana-Studie weist zusätzlich auf die wachsende „Effizienzillusion“ hin: Zwar setzen 77% der Beschäftigten schon KI-Agenten ein und gehen davon aus, dass ihnen künftig…“ 1/
„… noch mehr Aufgaben übertragen werden. Gleichzeitig halten aber fast zwei Drittel von ihnen die Tools für unzuverlässig und mehr als die Hälfte gibt an, dass KI-Agenten mit Sicherheit falsche oder irreführende Informationen liefern. Die Folge: Fachkräfte verbringen immer mehr Zeit damit, KI-Fehler zu korrigieren, während kaum neue Talente nachrücken, die systematisch angelernt werden können. Angesichts des Renteneintritts der Babyboomer wirkt diese Entwicklung besonders problematisch.“ /2