Die Überraschung über das Ausmaß des Missbrauchs hält sich vor allem bei den Frauen in meinem Umfeld arg in Grenzen. Vielleicht, weil wir alle mal junge Mädchen waren, und uns genau daran erinnern, wie einige erwachsene Männer sich damals uns gegenüber benahmen.

@kattascha Die hält sich auch bei mir als Mann in Grenzen einfach aus der Erfahrung heraus, dass absolute Macht absolut korrumpiert.

Ob es den systematischen Missbrauch von Mädchen oder um das Massenabschlachten der eigenen Bevölkerung in einem sinnlosen Krieg geht … Die Empathielosigkeit fühlt sich ähnlich an.

Für mich hat das auf Opfer-Seite wenig mit Männern oder Frauen zu tun, abgesehen von der Tatsache, dass die Täter meistens Männer sind.

@kattascha @Malik wieso würde man von dieser Tatsache absehen wollen, scheint relevant zu sein.

@konosocio @kattascha Das ist hier nicht der Punkt. Es geht drum, dass Frauen nicht erstaunt sind, dass Frauen Opfer werden.

Klar, das ist eine Alltagserfahrung.

Ich sagte: wenn man hinguckt, werden auf andere Art (aber genauso geringschätzig) auch Männer Opfer.

Also werden Menschen auf unterschiedliche Art Opfer (wenn man sich die russischen Foltermethoden anguckt, übrigens auch oft sexuell).

Mein Schluss: mächtige Männer quälen und töten am Ende alle weniger mächtigen Menschen.

@kattascha @Malik aber es ist doch Unsinn zu sagen, dass es *nichts* damit zu tun hat ob es Frauen oder Männer sind, wenn 80-90% der Opfer Frauen und über 90% der Täter Männer. Es hat ganz offensichtlich was mit dem Geschlecht zu tun. Und zwar nicht mit dem biologischen, sondern mit dem sozialen Geschlecht.
@kattascha @Malik Und Frauen sind höchstens überrascht, dass Opfer plötzlich als relevant hervorgehoben werden, wenn es Männer sind. Bei weiblichen Opfern sind Männer im Internet, die Kommentare schreiben, sehr häufig sehr still oder sehr diskusionsfreudig: Ist sie wirklich Opfer? Sie hätte ja auch zu Hause bleiben/andere Kleider tragen / besser aufpassen können.